Aras

Farbenfrohe Federflieger

Aras gehören zu den größten und bekanntesten Papageien. Sie sind besonders bunt, können klasse klettern und supergut die menschliche Sprache nachmachen – wenn sie wollen.

Alle Aras leben in Süd- und Mittelamerika. Man findet sie in feuchtwarmen Regenwäldern, trockenen Grassavannen und sogar in Bergregionen. Flussufer mögen sie besonders gern. Aras gehören zur Familie der Echten Papageien.

Warum sind Aras so bunt? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Grund 1: Die Aras, die ein grünes Gefieder mit bunten Flecken tragen, sind in den Regenwäldern gut getarnt. Hier verschmelzen sie mit ihrer Umgebung und wirken aus der Ferne wie Blüten im dichten Grün.

Grund 2: Leuchtet das Gefieder in besonders eindrucksvollen Farben, haben die Vögel bessere Chancen, einen Partner oder eine Partnerin zu finden.

Grund 3: Die Farbstoffe stärken die Federn und schützen sie zum Beispiel vor Bakterien. Einige Forscher meinen, dass der Schutzeffekt bei roten Federn besonders groß ist.

Dirk und die Aras in Bolivien

Kletterkünstler

Aras sind wie alle Papageien supergute Kletterer. Das liegt vor allem an ihren Füßen. Die haben je zwei vordere und zwei hintere Zehen. Damit können Papageien prima durchs Geäst kraxeln oder sich kopfüber an einen Ast hängen, um besser an ihre Lieblingsspeisen zu gelangen. Sogar an Stämmen und steilen Uferwänden können sie sich emporhangeln.

Der kräftige Schnabel hilft ihnen dabei. Freies Hängen am Schnabel – für Papageien kein Problem.

Ein Wunderwerkzeug für jede Gelegenheit

Aras ernähren sich von Samen, Nüssen, Früchten, Beeren, Blüten und Knospen. An manches Fressen gelangen sie nur dank ihres ganz besonderen Schnabels. Der obere Teil ist so gebogen, dass die Aras selbst Nüsse und Früchte mit harter Schale leicht knacken können.

Gleichzeitig ist der Schnabel das perfekte Werkzeug für fitzelige Feinarbeit. An seiner Spitze sitzt dafür ein kleiner Haken. Damit können die Vögel sogar kleine Körner aus Früchten angeln.

Auch bei anderen Tätigkeiten kommt der Schnabel zum Einsatz: beim Klettern, Greifen, Schneiden, Klemmen, Feilen, Sägen und Schaufeln. Ein richtiges Allzweck-Werkzeug!

Weshalb Aras sprechen können

Papageien sind gern mit anderen Artgenossen zusammen. Um sich immer wiederfinden zu können, imitieren sie die Laute der anderen Vögel ihrer Gruppe. Weil jeder Papagei auch ein ganz eigenes Krächzen hat, können sich sogar einzelne Tiere untereinander erkennen und rufen.

Wird ein Papagei als Haustier gehalten, fehlt ihm die Verständigung mit anderen Vögeln. Er versucht,
Kontakt zu anderen Lebewesen in seiner Umgebung aufzunehmen, vor allem den Menschen. Er imitiert einfach menschliche Laute oder auch alltägliche Geräusche: das Klingeln eines Telefons oder das Bellen eines Hundes. Dabei versteht er aber nicht , was einzelne Wörter, Sätze oder Geräusche bedeuten. Farben und Formen jedoch kann zum Beispiel ein Graupapagei richtig zuordnen, das haben Wissenschaftler festgestellt.

Dass er überhaupt gut sprechen kann, hat der Papagei seiner langen, kräftigen und sehr beweglichen Zunge zu verdanken. Mit ihr kann er die einfachen Töne aus dem Stimmkopf im Hals verändern und so verschiedenste Laute formen. Genauso machen wir Menschen es auch.

Warum Aras bedroht sind

Wilderei ist einer der Hauptgründe dafür, warum heute so viele Arten bedroht sind. Außerdem dringen immer mehr Menschen in die Lebensräume der Aras vor, bauen Straßen und Siedlungen.

Vor allem unter der Abholzung tropischer Regenwälder leiden viele Aras. Das Holz der wertvollen Tropenbäume ist sehr begehrt. Dort wo früher große Wälder standen, entstehen außerdem immer mehr Weideflächen und Felder.

Auf den Feldern in Südamerika wird auch das Futter für die Schweine und Rinder angebaut, die wir in Deutschland halten, um sie zu essen. So tragen auch wir indirekt zur Zerstörung der Lebensräume der Aras bei: Wo es für Wildtiere keinen Platz mehr zum Leben und keine Nahrung mehr gibt, kann kaum eine Art überleben.

Was der WWF tut

Der WWF kämpft um das Überleben der einzigartigen Aras. Wir machen uns dafür stark, dass der südamerikanische Regenwald und andere wichtige Lebensräume der Aras erhalten bleiben, setzen uns für Schutzgebiete und für eine naturschonende Nutzung der Rohstoffe ein.

So unterstützt der WWF in seinem Putumayo-Projekt die Nutzung von Kakao durch die einheimische
Bevölkerung. Sie ernten und trocknen die Kakaobohnen und verarbeiten sie zu einer feinen Schokoladenpaste. Daraus entstehen dann leckere Schokoladentafeln. Weil die Schokolade besonders edel ist, kann sie zu einem höheren Preis angeboten werden. Außerdem können die
Menschen, die hierfür arbeiten, gut bezahlt werden.

Ara-Ausstellung in Berlin

© Museum für Naturkunde Berlin

In Berlin gibt es seit dem 23. Mai 2017 eine aufregende Ara-Ausstellung im Museum für Naturkunde. Dort werden auch Projekte zum Schutz dieser Papageien vorgestellt. Mehr darüber erfährst du hier auf wwf.de.

Es gibt auch ein neues YOUNG PANDA-Aktuell über Aras. Hier kannst du reinschnuppern.

Über den Spix-Ara, einen der seltensten Vögel der Welt, liest du hier.

Mehr über Papageien allgemein erfährst du hier.

 

 

Du möchtest den Aras helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für seinen Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!