Bienen

Wildbienen, Bienengefahren, Bienenstiche

Alle anderen Bienenarten neben den Honigbienen werden als Wildbienen bezeichnet. Zu ihnen gehört auch die Hummel, die wie die Honigbiene Staaten bildet. Die meisten Wildbienen jedoch leben als Einzelgänger, bauen in Erdlöchern oder Reisighaufen jeweils nur eine Nestzelle, die sie mit Blütennektar füllen. Dann legen sie ein Ei hinein, verschließen die Zelle und bauen anderswo die nächste.

Die Eier entwickeln sich zu Larven, die in der Nestzelle überwintern und dann im Frühjahr als Wildbiene schlüpfen, die wiederum jeweils nur einzelne Eier in einzelnen Nestzellen ablegt.

Diese Einsiedlerbienen sind oft auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert. Sie werden von den Bauern sehr geschätzt, weil sie  schon viel früher im Jahr unterwegs sind als die Honigbienen und weil sie auch bei schlechtem Wetter und bedecktem Himmel eine Menge Pflanzen bestäuben.

Die Wildbienen werden nur vier bis fünf Wochen alt, ebenso wie die Drohnen und die Arbeiterinnen der Honigbienen. Kommt eine Arbeiterin jedoch im Herbst zur Welt und kann im Bienenstock überwintern, lebt sie bis zu neun Monate. Die Königin eines Bienenvolkes wird dagegen 3 bis 5 Jahre alt.

Was Bienen bedroht

Vögel, Wespen und Hornissen sind zwar Fressfeinde der Bienen. Größere Gefahr droht ihnen jedoch durch winzig kleine Milben, die in den Bienenstock eindringen und sich an den Larven ebenso wie an den Bienen selbst festsaugen. Die Bienen werden immer schwächer. Diese Milben können ganze Völker vernichten.

Doch auch neue Schädlingsbekämpfungsmittel in der Landwirtschaft setzen den Bienen zu. Dazu kommt der Klimawandel. Bienen müssen sich darauf einstellen, dass Pflanzen  schon früher im Jahr blühen.

Der WWF hilft den Wildbienen, indem er ihre natürlichen Lebensräume wie blühende Wildwiesen schützt und Menschen darüber informiert, warum es wichtig ist, Bienenbehausungen zu schonen.

Das kannst du tun

•    Heimische Blütenpflanzen im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen.

•    Erdlöcher im Garten nicht füllen.

•    Ein Häuschen für Wildbienen bauen. Wir zeigen dir, wie!

Bienenstich

Bienen stechen normalerweise nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb:

•    Bienen fliegen lassen und nicht nach ihnen schlagen, aber auch nicht wegrennen.

•    Bienenstöcken nicht zu nahe kommen, auf keinen Fall an dem Baum wackeln, an dem sie hängen. Bienen finden fix heraus, wer da stört.

Und hat dann doch mal eine Biene dich gestochen, reibe die Wunde rasch mit einer Zwiebel ein – das hilft.

Wenn sich der Stich entzündet hat (weil du zum Beispiel daran gekratzt hast), gehe zur Sicherheit zum Arzt.