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Elefanten

Superstarke Rüssel-Riesen

Der afrikanische Savannenelefant ist nicht zu übersehen: Majestätisch steht er in der afrikanischen Steppe, mit seinen vier Metern Schulterhöhe der größte Landbewohner der Erde.

Sein kleiner Bruder, der Afrikanische Waldelefant, wird bis zu 3 Meter hoch und lebt im dichten Regenwald Afrikas und ist daher nicht immer so leicht zu sehen. Dann gibt es noch den Asiatischen Elefanten mit einer Schulterhöhe von ebenfalls 3 Metern und einem Gewicht von bis zu 5 Tonnen. 

 

Der Savannenelefant wird bis zu 7.000 Kilogramm schwer und wiegt damit so viel wie etwa 5 Mittelklasse-Autos. Kein Wunder: Er frisst am Tag etwa 200 Kilogramm Gräser, Wurzeln und Baumrinden und trinkt rund 100 Liter Wasser. Dafür geht natürlich viel Zeit drauf und so sind Elefanten fast 17 Stunden am Tag auf Nahrungssuche.

Das Baby wiegt 100 Kilogramm

Elefantenmütter tragen ihr Baby 22 Monate lang aus – das ist Weltrekord. Zum Vergleich: Bei Menschen sind es 9 Monate. Bei seiner Geburt wiegt das Elefantenbaby schon mehr als 100 Kilogramm (ein Menschenbaby meist zwischen 2 und 4 Kilogramm). Bereits drei Stunden später kann es laufen!

Zunächst trinkt es, wie alle Säugetierbabys, die Milch der Mutter (mit dem Mund!). Überraschung: Die Zitzen der Elefantenmütter sind nicht wie bei den meisten Säugetieren zwischen den Hinterbeinen, sondern zwischen den Vorderbeinen!

Nach und nach beginnt das Kleine auch Grashalme mit dem Rüssel zu rupfen. Mit zwei bis drei Jahren futtert das Elefantenkind nur noch Gras und andere Pflanzen. Schon ab dem ersten Jahr beginnen die Stoßzähne zu wachsen.

Etwa zwischen dem 12. und 20. Lebensjahr ist der junge Elefant erwachsen und geschlechtsreif. Junge Männchen verlassen dann die Herde und ziehen mit anderen Jungbullen umher oder leben als Einzelgänger. Nur zur Paarung kommen sie mit Weibchen der Herde zusammen.

Die Herde ist die Familie

Elefantenherden bestehen nur aus Weibchen und Kindern, meist bis zu sieben Tiere leben zusammen. Die werden von einem älteren Weibchen, der Leitkuh, angeführt. Sie ist erfahren und bringt die Gruppe zu den besten Futter- und Wasserplätzen oder warnt sie vor Löwen oder Menschen.

Eine Herde beschützt ihre Jungtiere und auch alte oder verletzte Mitglieder. Es wurde zum Beispiel schon beobachtet, dass ein Elefant einem kranken Familienmitglied Heilpflanzen bringt.

Elefanten gehören zu den intelligentesten Tieren und haben ein Spitzengedächtnis. Sie können sich zum Beispiel noch Jahre später an Menschen erinnern, die ihnen etwas angetan haben. Oder sie besuchen den Ort, an dem ein Elefant ihrer Herde gestorben ist. Vermutlich trauern Elefanten sogar um ihre verstorbenen Verwandten.

Sie können in der Wildnis bis etwa 60 Jahre alt werden.

Meist langsam, manchmal fix

Elefantenherden müssen manchmal ganz schön weit wandern, um etwas zu fressen zu finden. Dabei laufen sie ganz gemütlich etwa fünf Kilometer pro Stunde. Doch wenn sie sich fürchten oder auf irgendwen sauer sind, können sie auch schon mal 40 Stundenkilometer schnell rennen – fast so schnell wie ein Auto in der Stadt!

Warum haben Elefanten so große Ohren?

Um nicht zu überhitzen. Vor allem Savannenelefanten heizen unter der afrikanischen Sonne rasch auf. Wenn sie mit ihren gut durchbluteten Ohren wedeln, geben sie Körperwärme ab. Gegen die Hitze hilft natürlich auch ein kühles Bad, wobei sich Elefanten auch gern mit ihrem Rüssel mit Wasser bespritzen.

Telefanton!

Elefanten sind ständig am „Telefonieren“: Sie machen ganz tiefe Laute, die unsere menschlichen Ohren gar nicht hören können. Elefantenohren hören sie aber sicher – sogar noch in zehn Kilometer Entfernung. Ihre Rufe scheinen unterschiedliche Bedeutungen zu haben. Bei Gefahren und Stress trompeten sie laut.

Kanonenkugelknacker

Auf der Speisekarte der Waldelefanten stehen nicht weniger als 138 Pflanzenarten. Sie sind für ein Drittel aller großen Baumarten in ihrem Verbreitungsgebiet die wichtigsten Samenverbreiter. Ihr Transportservice ist genau auf die Wünsche der pflanzlichen Kundschaft ausgerichtet.

Gerne werden harte Früchte verspeist – die Kanonenkugel-Früchte der Liane Strychnos aculeata zum Beispiel. Nur die Kiefer der Waldelefanten können sie knacken. Nach Achterbahnfahrt durch den riesigen Elefantendarm werden die Kerne ausgeschieden. Ganz woanders, dank Elefantentaxi.

Superpraktisch: Die Haufen der Elefanten, mit dem die Samen ausgeschieden werden wie im Bild oben, sind für die keimenden Bäumchen ein idealer Dünger. Ohne Elefanten könnten sich so manche Tropenbaumarten gar nicht vermehren.

Die Dörfer der Elefanten

Dzanga.-Sangha heißt das Naturreservat in der Zentralafrikanischen Republik, das der WWF unterstützt. Dort auf einer hellen Lichtung im dunklen Regenwald gibt es einen Treffpunkt der Waldelefanten – von ihnen selbst geschaffen. Zusammen mit Rotbüffeln, Sumpfantilopen und scheuen Bongoantilopen nutzen sie die eiweißreichen Futterpflanzen und den mineralienreichen Schlamm. Die Ureinwohner dort, die Pygmäen, nennen solche Lichtungen die „Dörfer der Elefanten“. 

Die will der WWF bewahren – genauso wie den ganzen Regenwald von Dzanga-Sangha in Zentralafrika. Mit Hilfe vieler Wildhüter. Und mit Ökotouristen, die für das Beobachten der Tiere und das Übernachten im Dschungel Geld zahlen, mit denen einheimische Menschen wiederum ihre Familien ernähren können.

Noch mehr über Elefanten erfährst du hier:

Die Steckbriefe der Elefanten

Kleine Rüsselkunde

Warum Elefanten getötet werden

Du möchtest den Elefanten helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich als Weltheld für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!