Frösche

sind Verwandlungskünstler

„Küss‘ mich, ich bin ein verzauberter Prinz“ sagt im Märchen der Froschkönig zur Prinzessin. Zugegeben, in Wirklichkeit funktioniert die Verwandlung in Menschen leider nicht. Aber Frösche verwandeln sich tatsächlich aus Kaulquappen. Und auch später führen sie ein Doppelleben.

Frösche sind Wirbeltiere, die teilweise im Wasser, teilweise an Land leben. Daher werden sie Amphibien genannt. Das kommt aus der griechischen Sprache: „Amphi“ bedeute beiderseitig, und „bios“ lebend.

Trotzdem ist ihr Leben nicht immer lustig. Frösche haben viele Feinde. Kaum krabbeln sie im Frühjahr an Land, warten schon hungrige Störche, Reiher oder Ringelnattern auf sie.

Ihr größter Feind jedoch ist der Mensch. Umweltgifte und Klimawandel bedrohen sie. Und wo immer Land trocken gelegt wird, verlieren Frösche ihre Heimat. Und zu viele Frösche werden auf ihren Wanderwegen zu ihren Laichplätzen überfahren oder plumpsen in Kellerschächte und Kanäle.

Gut, dass immer mehr Kröten- und Froschwandertunnel unseren Amphibien helfen, diese Hindernisse zu umgehen. Der WWF setzt außerdem in Norddeutschland und in der Uckermark viele einst trocken gelegte Feuchtgebiete wieder unter Wasser. Damit wieder mehr Frösche und Kröten leben können.

So sieht ein Frosch aus

Frösche besitzen meistens eine feuchte und glatte Haut, die braun, grün oder sogar bunt ist. Je nach Temperatur und Laune können manche Arten ihre Farben ändern und sich dadurch  ihrer Umgebung anpassen.

Sie haben einen rundlichen Körper, lange, kräftige Hinter- und kurze Vorderbeine. Häufig sitzen sie in der typischen hockenden Haltung am Rand eines Tümpels oder auf dem Blatt einer Wasserpflanze. Die Vorderfüße haben vier, die Hinterfüße jeweils fünf Zehen. Frösche, die die meiste Zeit im Wasser leben, haben außerdem Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Was frisst ein Frosch?

Für einen Frosch ist die Welt scheinbar ganz einfach: Er kann alle fressen, die kleiner sind als er. Alle, die genauso groß sind wie er, kann er zur Fortpflanzungszeit umarmen. Und vor allen, die größer sind, nimmt er am besten schnell Reißaus.

Diese Regel gilt aber nur für alles, was sich bewegt. Denn trotz seiner großen, hervorstehenden Froschaugen –  damit kann er fast rings um sich herum blicken, ohne den Kopf zu wenden – schnappt der Frosch nur nach beweglichen Opfern. Wenn vor seinem Maul ein Insekt herum zappelt, schnellt er seine lange Zunge heraus und – zack!  – bleibt die Beute an der klebrigen Zunge hängen und wird verschluckt. Auf diese Art fängt er neben Insekten auch Würmer, Larven, Asseln oder Nacktschnecken. Praktisch: So brauchen Frösche keine Zähne.

Warum quakt der Frosch?

Nach drei Jahren sind die meisten Frösche ausgewachsen. Männchen interessieren sich jetzt für Weibchen. Und umgekehrt natürlich auch. Deshalb kehren sie dann jedes Jahr im Frühling zu ihrem Heimateich zurück und paaren sich.

Damit sie sich finden, müssen die Männchen vorher erst einmal ein paar Liebeslieder quaken. Sie können das besser und lauter als die Weibchen (die sind dafür aber fast doppelt so groß). Denn die meisten Froschmänner haben die Kraft der Schallblasen. Das sind Hautteile unten am Maul oder seitlich in den Mundwinkeln, die sie wie Luftballons mit Luft aus der Lunge aufblasen können. Manche Arten haben sogar zwei Schallblasen. Die eingeatmete Luft vibriert darin wie eure Lautsprecherbox im Wohnzimmer. Und zwar mit voller Dröhnung: Einen Wasserfrosch kann man gut einen halben Kilometer weit hören, das Männchen einer Kreuzkröte sogar einen ganzen Kilometer weit.

Natürlich quaken Frösche nicht nur Liebesschnulzen – wäre ja langweilig. Nein, sie verteidigen damit auch ihr Revier. Der Sinn vieler Quak-Opern ist allerdings noch gar nicht richtig erforscht. Obwohl Frösche die ersten Wirbeltiere überhaupt waren, die sich mit Tönen verständigen konnten.

Im Winter unter Wasser

Frösche sind wechselwarme Tiere, ihr Körper braucht also immer Wärme von außen. Was machen sie dann im Winter? Wenn es richtig kalt am Gewässergrund wird (weniger als 4 Grad Celsius), dann fahren die Frösche ihren Stoffwechsel und Herzschlag herunter und fallen in eine Art „Winterstarre“. Das spart Energie und lässt sie im Frühling wieder quakmunter an der Wasseroberfläche auftauchen. Oft ist der Geburtsteich der Frösche auch ihr Überwinterungsquartier.

Noch mehr über Frösche liest du hier:

Wie Frösche wandern

Wo es Frösche gibt

Wie Frösche sich verwandeln

Giftige Frösche

Der Wetterfrosch

Früher glaubten die Menschen, Frösche könnten das Wetter vorher sagen. Denn vor allem Laubfrösche klettern bei Wärme und Sonnenschein gern an Pflanzen hoch. Der Grund ist einfach: Bei warmem Wetter fliegen für sie leckere Insekten höher als bei kaltem Wetter. Voraussehen können Frösche das Wetter aber nicht.

Du möchtest den Fröschen helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!