Wie Frösche wandern

... und warum es gefährlich für sie ist

Auf die Plätze, fertig los: Jetzt im März ist es nass und warm genug, dass Frösche und Kröten wieder wie jedes Frühjahr aus ihrem Winterversteck zu ihrer großen Wanderung aufbrechen. Sie wollen sich paaren und ihre Eier in dem Gewässer ablegen, in dem sie einst selbst geschlüpft sind.

Die meisten Kröten und Frösche  bleiben sie in der Nähe des Tümpels, in dem sie schon als Kaulquappe herumschwammen. Einmal im Jahr, wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen, machen sich die Weibchen auf den Weg zurück zum Geburtsort, um dort den eigenen Nachwuchs abzulaichen. Sie nehmen den direktesten Weg – und kommen dadurch in Gefahr.

Denn oft liegt auf ihrem Weg zum Tümpel, Teich oder Bach ein Hindernis, zum Beispiel eine Straße. Dann brauchen Frösche und Kröten unsere Hilfe. Viele Naturschützer errichten dann Krötenschutzzäune. Alle 10 bis 20 Meter vergraben sie Falleimer in der Erde, in die die Lurche plumpsen können, während sie nach einem Weg um den Zaun suchen. Einmal am Tag werden die Tiere dann aus den Eimern auf die andere Straßenseite gebracht. Moderne Straßen haben bereits kleine Tunnels, in denen die Lurche die Straße gefahrlos unterqueren können.

Dann geht es weiter Richtung Wasser. Am weitesten wandert die Erdkröte zu ihren Laichplätzen – bis zu 2,2 Kilometer.

Bereits auf dem beschwerlichen Weg dorthin wird Hochzeit gefeiert. Dabei tragen die Weibchen die Männchen. Am Wasser legen die Weibchen dann ihre Eier, den Laich, ab.

Ende Oktober oder Anfang November verlassen die Überlebenden das Laichgebiet wieder, um günstige Überwinterungsplätze zu finden. Die nächsten Jahre werden sie dann immer wieder an ihren Geburtsteich zurückkehren.

Frösche stehen unter Schutz

Übrigens: Auch wenn du Frösche total süß findest – du darfst sie auf keinen Fall fangen. Nicht mal einen Jungfrosch aus deinem Gartenteich wie im Bild oben! Denn Froschlaich, Larven, Kaulquappen und Frösche stehen wie alle unsere einheimischen Amphibien unter Artenschutz.

In Deutschland und weltweit kümmert sich der WWF darum, dass Feuchtgebiete wie Moore, Seen und Altarme von Flüssen, die Lebensräume der Frösche, erhalten bleiben oder wieder unter Wasser gesetzt werden.

Wie alt werden Frösche? Je nach Art können Frösche etwa drei bis 20 Jahre alt werden. Unsere einheimischen Grasfrösche zum Beispiel werden drei bis zwölf, Laubfrösche bis zu 25 Jahre alt.