Wo es Frösche gibt

und warum Kröten etwas anders sind

Froschlurche, also Frösche und Kröten, leben in der Wüste, in Sümpfen, in Regenwäldern, in Gebirgsbächen ebenso wie im heimischen Wald oder Gartenteich. Sie schwimmen im Wasser, klettern auf Bäumen, laufen am Boden oder kriechen in Erdlöchern. In der Arktis überleben die wechselwarmen Tiere sogar das Einfrieren und Auftauen.

Amphibien findest du beinahe an allen Gewässern – von der Pfütze bis zum See. Einzig schnell fließende Flüsse meiden sie.

Frösche in Deutschland

Bei uns gibt in Deutschland es insgesamt 14 Arten von Fröschen und Kröten: Erdkröte, Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Grasfrosch (im Bild oben), Kleiner Wasserfrosch, Knoblauchkröte, Kreuzkröte, Laubfrosch, Moorfrosch (blau!), Rotbauchunke, Seefrosch, Springfrosch, Teichfrosch und Wechselkröte.

Der bekannteste ist der rund fünf Zentimeter große grüne Laubfrosch. Er ist ein richtiger Klettermax, der es auch auf Sträucher und Bäume hochschafft. Das kann er locker mit seinen breiten Haftballen an Fingern und Zehenspitzen. Die funktionieren wie Saugnäpfe. Damit hält er sich prima an Ästen und Blättern fest.

Frösche weltweit

Weltweit gibt es rund 5.200 verschiedene Arten von Fröschen und Kröten auf allen Kontinenten dieser Erde, außer in der Antarktis. Damit sind sie größte Gruppe der Amphibien.

Der Größte ist der Goliathfrosch in Westafrika mit bis zu 40 Zentimetern Länge. Der Afrikanische Ochsenfrosch im Bild oben wird "nur" höchstens 25 Zentimeter groß.

Der Kleinste wurde erst vor kurzem auf Papua-Neuguinea entdeckt: der Paedophryne amauensis hat noch keinen deutschen Namen. Er wird nur 8 Millimeter groß und gehört zur Familie der Engmaulfrösche. Das ist gleich noch ein Rekord: Er ist auch das kleinste Wirbeltier der Welt!

Kröten sind ein wenig anders

Frösche gehören zu den Froschlurchen (Lurche ist ein anderes Wort für Amphibien). Genau wie die Kröten (Bilder 1 und 4 von oben) – die aber etwas anders aussehen: Meist dicker, plumper, größer. Und sie haben kürzere Beine. Ihre Haut ist trocken, runzelig und voller Höcker, die aussehen wie Warzen oder Pickel. Haben sie Angst, blähen sie sich auf und schwitzen oft giftige Säfte und Schleime aus, die sie vor Feinden schützen.

Sie hüpfen kaum und bewegen sich langsamer fort. Dafür können sie sich auch weiter entfernt vom Wasser aufhalten und Trockenheiten länger aushalten. Ihr Speisezettel unterscheidet sich aber kaum von dem der Frösche.

Auch Unken sind Froschlurche. Sie sind eher kleiner und haben meist einen abgeflachten Körper mit Warzen. Mit ihren Hautdrüsen produzieren sie eine schleimige Flüssigkeit, die Gift enthält und Feind abschrecken soll. Praktischerweise hält sie auch Bakterien ab.

Froschfeinde

Einige Vögel und Schlangen fressen Frösche. Vielen Tieren aber schmecken Frösche gar nicht, weil Kröten und auch manche Froscharten über ihre Haut eine Flüssigkeit abgeben, die brennt und eklig schmeckt oder sogar giftig ist.

Sehr gefährdet ist dagegen der Frosch-Nachwuchs: Kaulquappen werden von Fischen, Enten, Molchen, Ringelnattern und großen Insektenlarven gefressen. Damit wenigstens ein paar Kaulquappen überleben und zu Fröschen werden können, legen Froschweibchen viele tausend Eier.

Noch mehr über Frösche liest du hier:

Hauptseite Frösche – warum sie quaken und vieles mehr

Wie Frösche wandern

Wie Frösche sich verwandeln

Giftige Frösche