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Der Gepard

In Nullkommanix auf 100

Der Gepard bescheunigt in nur vier Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer und ist damit der schnellste Jäger der Welt.

Sein 1,30 Meter langer Körper mit den mit zu 60 Zentimeter langen, schlanken Beinen ist für schnelle Sprints gebaut. Sobald ein Gepard ein Rudel Gazellen sieht, schleicht er sich bis auf 50 Meter an und ... nanu? Er lässt sich sehen! Scheinbar gleichgültig läuft er neben dem Rudel her. Aber von wegen gleichgültig: Insgeheim sucht er sich ein geeignetes Beutetier aus.

Der superschnelle Überraschungsangriff

Plötzlich legt er einen Kickstart hin und zischt ab wie ein Sportwagen – in wenigen Sekunden bis auf über 110 Sachen. Die Hetzjagd beginnt. Der Gepard jagt sein Beutetier, bis es nicht mehr kann. Hat er es eingeholt, reißt er mit voller Wucht seiner hohen Geschwindigkeit und seiner starken Pranken sein Opfer nieder. Und weil er das so unglaublich schnell macht, kann der Gepard sogar manchmal Tiere überrumpeln, die viel größer sind als er. Kudus und Zebras zum Beispiel. Aber wehe, der Angriff klappt nicht. Dieses Tempo hält der Gepard nämlich nur höchstens 500 Meter durch. Bevor er ein zweites Mal lossprintet, braucht er erst einmal eine Pause. Selbst wenn der Gepard sein Opfer erfolgreich erlegt hat, kann sich das Blatt noch wenden: Nach einer Hetzjagd ist er so erschöpft, dass er eine halbe Stunde lang nicht in der Lage ist zu fressen. Pech für ihn, wenn dann gerade ein Löwe Wind von der Beute bekommt. Dann hat der Gepard zu verschwinden. Zwar ist auch der Gepard eine Großkatze. Doch der Löwe ist viel schwerer und kräftiger als er. Und manchmal vertreibt ihn sogar ein Rudel Hyänen.

Gefährlich ist die Kinderzeit

Nach einer Tragezeit von etwas 90 Tagen werden meist zwei bis vier Jungen geboren. Die Jungen sind mit etwa 300 Gramm recht klein. Etwa drei Monate lang werden sie von ihrer Mutter gesäugt. So lange tragen die jungen Geparde auch eine puschelige Nackenmähne. Erstes Fleisch zum Kauen bringt ihnen die Mutter bereits nach vier Wochen.

Nach sechs bis acht Wochen begleiten die jungen Geparde ihre Mutter erstmals bei der Jagd. Durch Zugucken lernen sie von der Mama, wie es geht, das Anschleichen, Hetzen und Töten der Beute. Ab dem siebten Monat beginnen sie, aktiv mit zu jagen. Leider sind Mama und Papa immer recht lange zur Jagd weg. In dieser Zeit sind die Gepardenjungen ungeschützt. Sie können sich nicht wehren, wenn ein Leopard oder Löwe sie in ihrem Versteck – meist einem hohlen Baum – entdecken. Aus diesem Grund wechseln die Familien sehr häufig die Verstecke. Die Kinder bleiben bei der Mutter, bis sie mit über einem Jahr fast erwachsen sind. In freier Wildbahn werden Geparde bis zu acht Jahren alt. Geparde leben in offenem und trockenem Grasland und in der afrikanischen Savanne, wo sie viel Platz zum Jagen haben. In Asien gibt nur noch wenige Tiere.

Du möchtest dem Geparden helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für seinen Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!