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Gorillas

Die Könige des Regenwaldes

Sie sind die größten Menschenaffen: Ein ausgewachsenes Berggorilla-Männchen kann bis zu 1,70 Meter groß werden und bis zu 275 Kilogramm wiegen. Das ist so groß wie ein Mensch, aber mehr als dreimal so schwer. Einmal ausgewachsen, kann Gorillas kaum jemand etwas anhaben – nur die Menschen, ihre engen Verwandten.

Gorillas leben im Regenwald von Zentralafrika. Trotz ihres großen Gewichts können sie dort auf bis zu 30 Meter hohe Bäume klettern. Meist jedoch bleiben sie am Boden und suchen dort nach leckeren Früchten oder Blättern, denn Gorillas sind Vegetarier. Essen suchen sie zusammen mit ihrer Familie: Das sind meist vier bis fünf Weibchen und genauso viele Kinder.

Der Silberrücken

© WWF

Chef und Papa jeder Gorillafamilie ist der „Silberrücken“. So heißt er, weil Gorillamännchen mit etwa 14 Jahren – wenn sie ausgewachsen sind – silbergraue Haare auf dem Rücken bekommen.

Dann werden sie Gruppenchef und führen eine Gruppe Weibchen und Jungtiere an. 

In jeder Gorillafamilie gibt es immer nur einen Silberrücken. Er bestimmt, wo es lang geht, wann gefressen und wann geruht wird. Und er verteidigt Weibchen und Kinder.

Wenn die jungen Gorillamänner selbst Boss werden wollen, verlassen sie ihre Familie und bilden eine neue. Dazu locken sie dann Weibchen aus anderen Familien weg.

Was durchaus Ärger mit deren Silberrücken geben kann.

Wie Gorillas leben

Gorillas können auf ihren Hinterbeinen und den Knöcheln ihrer Hände laufen. Das lässt sie immer richtig groß aussehen.

Gorillas sind tagaktiv und fressen von morgens bis abends Früchte und Blätter. Bis zu 20 Kilogramm täglich, denn ihre Nahrung hat wenig Kalorien. Da müssen sie mehr futtern als wir.

Abends nach dem Fressen bauen sie sich innerhalb weniger Minuten bequeme Nester aus Zweigen und Blättern. Einige Gorillas schlafen aber auch einfach auf auf der Erde.

Sie zeigen Gefühle wie wir

Gorillas sind meist friedfertig, sehr geduldig und sozial. Und wie wir haben sie Gefühle, die sie durch Gesichtsausdrücke, Körperbewegungen und Laute äußern. Sie können zwar nicht sprechen, aber sie können so trainiert werden, dass sie Wörter verstehen und sich mit Menschen über Zeichensprache verständigen können. Und sie zeigen die gleichen Gefühle wie wir: Liebe, Hass, Angst, Trauer, Freude, Gier, Großzügigkeit, Stolz, Scham, Mitleid, Neid und Mut. Wenn sie gekitzelt werden, lachen sie. Und wenn sie traurig sind oder ihnen etwas weh tut, dann zeigen sie es auch – nur ohne Tränen.

Gorillababys

Eine Schwangerschaft dauert bei den Gorillas fast genauso lang wie bei uns Menschen: 8,5 Monate. Das Kleine wiegt bei der Geburt gerade mal zwei Kilogramm. Meistens bekommt eine Gorillamutter mit acht oder neun Jahren ihr erstes Baby und dann alle vier Jahre ein weiteres. Das bemuttert sie dann drei Jahre lang. Denn die süßen Gorillababys sind genauso hilflos wie ein Menschenbaby. 

Später lernen sie von ihrer Familie, wie man Essen findet, Nester baut, selber auf Babys aufpasst und mit Artgenossen umgeht. Gorillas werden in Freiheit etwa 35 Jahre alt, in Gefangenschaft bis zu 55 Jahre. 

Im Jahr 2016 wurden im WWF-Projektgebiet Dzanga-Sangha Gorilla-Zwillinge geboren. Hier erfährst du alles über die beiden knuddeligen Kleinen.

Welche verschiedenen Gorillas es gibt, zeigen wir dir hier.

Und wodurch Gorillas bedroht sind und wie der WWF ihnen hilft, liest du hier.

Du möchtest den Gorillas helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!