Welche Gorillas

gibt es?

Gorillas leben im Osten, Westen und in der Mitte Afrikas. Dort gibt es zwei Arten von Gorillas – und jede hat zwei Unterarten. Macht vier verschiedene Gorillas! Beide Gorillaarten leben in zwei 900 Kilometer voneinander entfernten Regionen.

Die erste Art ist der Westliche Gorilla mit zwei Unterarten:

1. Westlicher Flachland-Gorilla (im Bild oben): Er hat rötliches Haar, ist am weitesten verbreitet und am häufigsten. Rund 95.000 Tiere leben in Kamerun, in der Zentralafrikanischen Republik, im westlichen Kongo, in Äquatorialguinea und Gabun. Die Könige des Flachlands leben in Wäldern, wo viel Licht durch die Baumkronen bis auf den Boden fällt: Denn dort wachsen mehr als 100 verschiedene Pflanzenarten mit leckeren Früchten, die sie gern verspeisen!Die Männchen werden bis zu 1,70 Meter groß und 180 Kilogramm schwer, die Weibchen 1,50 Meter und 90 Kilogramm. Übrigens: Die meisten Gorillas in unseren Zoos sind „Flachländer“.

2. Cross River-Gorilla (ohne Bild): Er lebt an der Grenze von Südostnigeria und Westkamerun. Er ist extrem vom Aussterben bedroht: Es gibt höchstens noch 300 dieser tollen Gorillas! Cross River-Gorillas werden genauso groß und schwer wie die Westlichen Flachland-Gorillas, haben allerdings einen kleineren Kopf und schmalere Zähne.

Die zweite Art ist der Östliche Gorilla. Seine Unterarten heißen:

© WWF

3. Berggorilla (Bild oben): Er lebt an den Hängen der mehr als 5.000 Meter hohen Vulkanberge im Dreiländereck von Uganda, Demokratischer Republik Kongo und Ruanda. In Höhen von 1.650 bis 3.800 Metern! Berggorilla-Männchen werden 1,70 Meter groß und bis zu 275 Kilogramm schwer, Weibchen etwa so wie die der Flachlandgorillas.

Sie besitzen dichte und lange Haare. Es gibt noch etwa 880 Berggorillas. Das sind sehr wenige, doch etwas mehr als in den Jahren zuvor, weil Schutzmaßnahmen ausgeweitet wurden.

4. Grauergorilla (Bild rechts): Er lebt unter anderem im Kahuzi-Biega-Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Benannt wurde er nach dem Afrikaforscher Rudolf Grauer. Er ist der Größte aller Gorillas: Es wurden schon Grauergorillas gesehen, die zwei Meter groß waren. Ihr Bestand wurde zuletzt 2002 auf höchstens 5.000 Tiere geschätzt. 1998 waren es noch 18.000 Grauergorillas. Weil im Land Krieg herrschte und auch sie brutal getötet wurden.

Gorillas beobachten

Gorillas fast hautnah im dichten Regenwald zu beobachten, ist ein fantastisches Erlebnis. Damit die Tiere aber Menschen in ihrer Nähe akzeptieren, müssen sie mit ihnen zunächst vertraut gemacht werden. Das geschieht über mehrere Jahre behutsamer Gewöhnung durch gorillakundige Experten.

Das ist sanfter Tourismus, der sich für Tiere und Menschen des Regenwaldes lohnt: Für einen Besuch bei den Gorillas bezahlen Touristen. Von dem Geld fließt dann ein Teil in Schutzmaßnahmen für die Tiere, ein anderer kommt der einheimischen Bevölkerung zugute.

Auch im WWF-Projektgebiet Dzanga-Sangha ist seit 2004 die Begegnung mit diesen beeindruckenden Tieren die Hauptattraktion für Touristen. Der WWF hat dort zum ersten Mal erfolgreich Westliche Flachland-Gorillas an Menschen gewöhnt.

Über die Gorilla-Zwillinge in Dzanga-Sangha liest du hier.

Was Gorillas bedroht und was der WWF fur sie tut, erfährst du hier.

Du möchtest den Gorillas helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!