Der Komodowaran

Die größte und gefährlichste Echse der Welt

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                                                                                                                                                                   Er hat zwar keine Flügel und kann kein Feuer spucken – aber sonst hat der Komodowaran so ziemlich alles drauf, was einen Drachen ausmacht. Er ist die größte lebende Echse der Welt.

Die Zähne in seiner Schnauze sind messerscharf und seine Spucke ist giftig. Seine Haut ist mit Schuppen gepanzert, die Krallen an seinen Füßen sind lang und spitz. Der Komodowaran wird bis zu 3 Meter lang und bis zu 80 Kilogramm schwer – das ist so viel wie ein erwachsener Mensch.  Er ist damit die größte Echse der Welt. Und ein gefährlicher Jäger, der sogar einen 300 Kilogramm schweren Wasserbüffel zur Strecke bringen kann.

Frisch aus dem Ei geschlüpft ist ein Komodowaran noch total süß, 40 Zentimeter lang und etwa 100 Gramm leicht. Wie alle Reptilien muss er sich vom ersten Tag an selbst ernähren. Er fängt Insekten und kleine Wirbeltiere – und kann bei Gefahr rasch auf Bäume klettern. Bereits nach einem Jahr misst er einen Meter. 

Mit fünf bis sieben Jahren ist der Waran etwa 1,5 Meter lang und kann erstmals Nachwuchs zeugen. Macht er immer fette Beute, erreicht er Jahre später die 3-Meter Marke. Er kann bis zu 30 Jahre alt werden.

Wo er lebt

Komodowarane leben nur auf den ost-indonesischen Inseln Komodo, Rinca, Gili Dasami, Gili Motang und Flores. Dort gibt es insgesamt noch etwa 3.000 bis 4.000 Exemplare.

Der Drache jagt alles

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Auch ein erwachsener Komododrache wirkt zunächst harmlos, wenn er auf seinen supermuskulösen Beinen wie ein Kraftsportler träge durch die Landschaft streift. Aber Vorsicht: Er kann jederzeit blitzartig lossprinten und zubeißen!

Oft versteckt er sich dort, wo möglichst viele Tiere vorbeikommen, zum Beispiel bei einer Wasserstelle. Sobald sich ein Tier nähert, greift er es an: kleine Nager, Affen, Hühner und andere Vögel, Ziegen oder streunende Hunde, egal. Ein Komodowaran ist nicht wählerisch, Hauptsache Fleisch!

Kleinere Beutetiere werden im Ganzen hinuntergeschlungen, größere zerlegt er verblüffend schnell: Ein ausgewachsener Komodowaran braucht nur eine Viertelstunde, um ein ganzes Wildschwein zu verschlingen!

Der Komodowaran wagt sich auch an Tiere heran, die viel größer sind als er selbst – zum Beispiel an Hirsche und verwilderte Hauspferde. Die beißt er und wartet dann einfach ab, bis seine giftige und bakterienreiche Spucke die Beutetiere lahmlegt.

Komodowarane sind zwar meist Einzelgänger. Manchmal jagen sie aber auch in der Gruppe ein Beutetier. Dann ist es wichtig, dass schnell klar wird, wer zuerst fressen darf, sonst gibt es Streit untereinander.

Mit der Zunge riechen

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Meist allerdings kommt der Komodowaran noch leichter an Beute. Und zwar durch seine lange Riechzunge: Die lässt er immer wieder aus dem Maul schnellen, um damit die Düfte zu prüfen, die in der Luft liegen. Auf diese Weise wittert er auch tote Tiere, die er ebenfalls gerne verspeist.

Bei so viel gierigem Schlingen kann es passieren, dass ein Komododrache nach der Mahlzeit glatt doppelt so viel wiegt wie vorher. Dann ist er aber auch für ein paar Wochen satt.

Harte Sachen wie Hufe, Zähne oder große Knochen würgt er nach dem großen Fressen schnell wieder aus.

Der Drache nutzt dem Menschen

Komodowarane meiden normalerweise Menschen. Und die gehen den Echsen klugerweise aus dem Weg. Denn die großen Drachen können fast 20 Stundenkilometer schnell rennen und das Tempo bis zu einen halben Kilometer weit durchhalten. Sie sind damit schneller als die meisten Menschen.

Trotzdem sind die Warane für die Menschen der Drachen-Inseln enorm wichtig, denn mit ihnen verdienen sie gutes Geld. Viele Touristen kommen nur in den Nationalpark, um diese außergewöhnlichen Riesenechsen zu sehen.

Leider werden Komodowarane auch gewildert und durch Brandrodung bedroht.

Die Welt der Warane

Welche Warane es noch auf der Erde gibt, dass sie giftige Spucke und ein drittes Auge haben und noch viel mehr erfährst du hier.

Du möchtest dem Komodowaran helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für seinen Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!