Der superseltene Verwandte:

Der Pardelluchs

Der Iberische Luchs oder Pardelluchs ist akut vom Aussterben bedroht. Doch 2015/16 gab es eine gute Nachricht: Die Zahl der Luchse hat sich von 319 auf 404 Tiere erhöht.

Iberische Luchse leben in Südspanien sowie in kleinen Teilen von Portugal und durchstreifen lichte Wälder und offenes trockenes Land und ernähren sich hauptsächlich von Wildkaninchen.

Vor etwa 100 Jahren gab es noch etwa 100.000 Pardelluchse in Spanien und Portugal. Doch vor einigen Jahrzehnten gab es immer weniger Kaninchen. Zum einen, weil die Landwirtschaft sich veränderte. Zum anderen, weil viele Kaninchen an einer Seuche starben und auch die Luchse selbst von einer Viruskrankheit befallen wurden. Aktuell sterben wieder viele Kaninchen daran.

Seit vielen Jahren kümmern sich daher das spanische Umweltministerium, der WWF und andere Umweltschutzorganisationen um die  letzten Pardelluchse – durch neue Schutzgebiete und verstärktem Einsatz gegen Wilderei.

Außerdem erhalten neue Straßen Unter- und Überführungen, die der Luchs nutzen soll, damit er nicht überfahren wird. Zudem begann man, Pardelluchse in Gefangenschaft zu züchten – mit Erfolg. Bis 2013 wurden 160 Jungtiere in Aufzuchtstationen geboren und zum Teil ausgewildert. Einige der ausgewilderten Tiere haben bereits in freier Wildbahn Nachwuchs bekommen.

Und in dem Projekt "SOS Conejo" (SOS Kaninchen) will der spanische WWF herausfinden, wie den Kaninchen am besten zu helfen ist.