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Menschenaffen

Unsere engsten Verwandten

Sie können sich „unterhalten“, Werkzeuge benutzen und andere ähnliche Dinge wie wir Menschen tun. Kein Wunder: Große Menschenaffen wie Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen und Bonobos haben die gleichen Vorfahren wie wir Menschen. Deshalb ist auch unser Erbgut bis auf wenige Abweichungen gleich.

Kluge Vettern

Schimpansen beispielsweise verwenden Steine und Stöcke als Werkzeuge. Sie benutzen sogar bestimmte Pflanzen als Medizin, wenn sie krank sind. Menschenaffen-Mütter kümmern sich liebevoll um ihre Kinder, bis sie für sich selbst sorgen können. Und sie erziehen ihre Kinder –  manchmal ganz schön streng.

Menschenaffen können auch wie wir Menschen neidisch und eifersüchtig werden. Ja, sie können nach neuesten Beobachtungen sogar Kriege gegen Artgenossen führen.
Zwar können Menschenaffen nicht sprechen, denn es fehlt ihnen das so genannte „Sprachzentrum“ im Hirn. Trotzdem haben Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans in Gefangenschaft menschliche Sprachen erlernt: Sie können über Symbolzeichen mit ihren Kontaktpersonen „reden“ und sind imstande, einfache Aufgaben am Computer zu meistern. Sie können auch  logisch denken („bin müde – brauche Nest zum schlafen“).

Außerdem haben sie ein – im wahrsten Sinne – Selbstbewusstsein: Das heißt, dass sie sich selbst und die Folgen Ihres Handelns erkennen können.Während die Orang-Utans in Asien zu Hause sind, leben Gorillas, Schimpansen und Bonobos in Afrika. Sie alle sind unsere engsten Verwandten im Tierreich. 

Wer sind die kleinen Menschenaffen?

Es gibt auch Kleine Menschenaffen. Zu denen zählen die Gibbons und Siamangs. Mit ihnen sind wir Menschen aber nicht allzu eng verwandt. Sie haben einiges mit den Großen Menschenaffen gemeinsam: Sie besitzen keinen Schwanz, und ihre Arme sind länger als ihre Beine. 

Warum Menschenaffen bedroht sind

Leider sind die Menschen die größten Feinde der Menschenaffen. Besonders schlimm für die Menschenaffen ist die Zerstörung ihres Lebensraumes, des Regenwaldes. Entweder wird das Holz der Bäume von großen Unternehmen verarbeitet. Oder es wird in den Wäldern Feuer gelegt, um große freie Flächen für Landwirtschaft oder Ölpalmenplantagen zu schaffen. Das aus Ölpalmen gewonnene Palmöl wird beispielsweise zu Margarine oder Kosmetik verarbeitet. Viele Menschenaffen werden auch von Wilderern getötet, die ihr Fleisch verkaufen. Manchmal fangen Wilderer sogar Menschenaffen-Kinder und verkaufen sie als Haustiere. 

Wie der WWF hilft

Damit die Menschaffen überleben, setzt sich der WWF für den Erhalt der Regenwälder in Afrika und Südostasien ein und fördert den naturverträglichen Tourismus. Beispielsweise unterstützt er geführte Ausflüge zu den Gorillas. Die Einheimischen können so Geld verdienen, ohne Regenwälder abzuholzen oder Affenfleisch zu verkaufen. Außerdem beschützen Wildhüter die Menschenaffen vor Wilderern.

Mehr über Schimpansen liest du hier.

Mehr über Bonobos findest du hier.

Mehr über Gorillas liest du hier.

Mehr über Orang-Utans findest du hier.

Auch ein neues YOUNG PANDA-Aktuell gibt es über die Menschenaffen. Hier kannst du hineinschnuppern.

Du möchtest den Menschenaffen helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!