Neu entdeckte Arten:

Dracula im Himalaja

Ein niesender Affe und ein an Land spazierender Fisch –  wo gibt es die denn? Im Himalaja. Dort wurden sie vor kurzem entdeckt. Und nicht nur sie: Wissenschaftler haben mehr als 200 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten in den letzten sechs Jahren im Osten des Himalajas entdeckt.

Im Oktober 2015 hat der WWF einen großen Bericht über die neuen Artenfunde herausgebracht. Ganz genau sind es insgesamt folgende verschiedene Arten: 133 Pflanzen, 39 wirbellose Tiere, 26 Fische, 10 Amphibien sowie je ein Reptil, Vogel und Säugetier. Die meisten leben am Fuße des Hiamlayas, des größten Gebirges der welt, wo es noch üppig grün ist und nicht schneebedeckt.

Besonders auffällig ist der höchstens 1,6 Zentimeter lange Draculafisch der seinen Namen wegen seiner vampirartigen Zähne bekommen hat. Sein Körper ist auch ein wenig durchsichtig – also ein bisschen wie ein Gespenst.

Etwas Besonderes ist auch der Blaue Schlangenkopffisch: Er  kann sogar Luft atmen und des halb auch an Land gehen – ja, er kann auf seinen Flossen richtig laufen. Bis zu vier Tage kann er außerhalb des Wassers überleben. Sein Name kommt daher, dass er Schlangen ziemlich ähnlich ist.

Das neuentdeckte Säugetier ist der Burmesische Stumpfnasenaffe. Er besitzt eine nach oben geöffnete Mini-Nase. Die ist bei Regen nicht sehr praktisch, denn dann kann es in die Nase regnen. Und dann muss er ständig niesen. Deshalb steckt dieser Affe bei Regen seinen Kopf zwischen die Knie. Du siehst, er weiß sich zu helfen.

Die neu entdeckte Himalaja-Grubenotter lebt auf Bäumen, frisst kleine Nagetiere, Eidechsen und Vögel und ist auch für Menschen giftig. Die Schlange hat ein auffälliges, rot-schwarzes Muster auf dem Rücken und rote oder braune Augen.

Alle neuentdeckte Arten (auch der blauäugige Frosch oben, der noch keinen deutschen Namen hat) sind leider bereits bedroht. Denn nur noch rund ein Viertel ihrer ursprünglichen Lebensräume sind intakt. Die größte Gefahr gehe vom Klimawandel aus, gefolgt von der Abholzung, der Ausbreitung von Ackerflächen und der Wilderei.

Weitere neuentdeckte Arten findest du hier.

Du möchtest den neuentdeckten Arten helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für seinen Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!