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Pfeilgiftfrösche

Achtung: giftig!

Es gibt mehr als 160 verschiedene Arten von Pfeilgiftfröschen. Ihr Name kommt daher, dass tatsächlich Ureinwohner in Mittel- und Südamerikadas Froschgift an ihre Jagdpfeile schmierten – und das zum Teil auch heute noch tun. Dazu streichen sie ihre Pfeilspitzen meist über den Rücken der Tiere.

Denn die Drüsen auf ihrer Haut produzieren das Gift. Das verteilt sich über den Froschkörper wie ein Anzug und schützt ihn vor gefräßigen Feinden und lästigen Parasiten, die ihn krank machen. Mücken zum Beispiel: Die sind für Frösche eine echte Plage, aber Pfeilgiftfrösche lassen sie in Ruhe. Schon ihre grelle Farbe warnt Feinde wie Plagegeister: Achtung, giftig!

Im Bild oben siehst du den Gepunkteten Pfeilgiftfrosch, er ist mittel bis stark gitig. Der Blaue Baumsteiger unten ist dagegen nur schwach giftig. Der gifitigste aller Pfeilgiftfrösche ist der Schreckliche Pfeilgiftfrosch in Kolumbien (er heißt wirklich so!). Er ist gelb, grün oder orange, bis zu fünf Zentimeter groß, sieht total süß aus – und ist doch absolut tödlich!

Sein Gift ist so stark, dass er allein mit dem, was er in seinen Drüsen produziert – das haben Forscher ausgerechnet – ungefähr 20.000 Mäuse oder zehn Menschen töten könnte. Dazu reicht die bloße Berührung, denn das Gift wirkt über die Haut.

Er lebt in einem kleinen Regenwaldstück in Kolumbien in Südamerika, frisst gerne kleine Käfer, Milben oder Ameisen.

Aus diesen Beutetieren beziehen die Frösche ihr Gift. In Zoos, wo sie anderes Futter als in ihrer Heimat bekommen, können sie kein Gift mehr produzieren.

Mehr über Frösche liest du hier!

Du möchtest den Pfeilgiftfröschen helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!