Wenn Quallen

zur Plage werden

Immer wieder treten Quallen in Küstennähe zu bestimmten Zeiten in Massen auf: Leuchtquallen im Mittelmeer genauso wie Feuerquallen in Nord- und Ostsee. Wie es zu so einer „Riesenglibberei“ kommt, ist noch nicht genau bekannt.

Eine Theorie heißt: Je weniger Fische, desto mehr Quallen. Zum einen, weil sie dann weniger natürliche Feinde haben. Zum anderen, weil Fische und Quallen Ähnliches fressen: Sie lieben beide Krebse und anderes Meereskleingetier. Ist ein Meeresgebiet überfischt, weil wir Menschen so viel Fisch essen, bleibt für Quallen mehr Fressen übrig und sie können sich deshalb kräftig vermehren.

Eine weitere Theorie lautet: Je wärmer das Klima und je schmutziger die Meere, desto mehr Quallen. Denn viele Abwässer enthalten viele Nährstoffe, etwa aus Düngemitteln. Sie sorgen dafür, dass sich in den Meeren massenhaft Algen und Kleintiere entwickeln.

Wenn es dann auch noch immer wärmer und sonniger wird, wachsen noch mehr Algen, die dem Wasser Sauerstoff entziehen. Was für Quallen kein Problem ist. Denn sie vertragen Sauerstoffmangel sehr viel besser als Fische. 

Umso wichtiger ist es daher für den WWF, die Überfischung und Verschmutzung der Ozeane zu verringern, damit Quallen und Fische wieder in einem natürlichen Gleichgewicht zueinander stehen.

Quallen-Unfall – was tun?

Gerade mit der Feuerqualle und der Blauen Nesselqualle kann es zu „reizenden“ Begegnungen kommen: Selbst ihre abgerissenen Tentakel brennen noch auf der Haut!

Deshalb: Bloß nicht anfassen! Falls es doch passiert: Ganz schnell die Stelle mit Salzwasser abspülen. Bloß nicht mit Süßwasser, denn dann platzen noch mehr Giftzellen! Nach dem Waschen Essigwickel auf die Haut, dann lässt der Schmerz ziemlich bald nach.

Am besten danach zum Arzt gehen!