Roter Panda oder Kleiner Panda

Kuscheliger Kletterer

Der Rote Panda wird auch „Kleiner Panda“ genannt. Ist er wirklich der kleine Bruder vom Großen Panda, dem WWF-Wappentier? Nein, er heißt nur so. Weil er wie der Große Panda am liebsten Bambus frisst.

Deswegen nennt man ihn in Nepal, wo er auch zuhause ist, „Nigalya ponya“. „Nigalya“ bedeutet Esser und „ponya“, das wie „Panda“ klingt, Bambus.

Kleine Pandas leben wie Große Pandas in chinesischen Bambuswäldern. Außerdem noch in den Bergregionen von Nepal, Bhutan, Myanmar und Nordindien auf 2.000 bis 4.200 Metern Höhe. Das ist ziemlich weit weg. Ihre Vorfahren jedoch lebten vor zwei Millionen Jahren noch in Spanien – das ist schon deutlich näher bei uns.

Der Kleine Panda wird auch „Roter Panda“ oder „Feuerfuchs“ genannt wegen seines weichen, dicken, rötlich kastanienbraunem Fell auf dem Rücken. An Beinen und Unterseite ist es dunkler, Gesicht und Ohren haben unterschiedlich große weiße Abzeichen. Der Kleine Panda gehört aber weder zu Pandas noch zu Füchsen, sondern zur Familie der Katzenbären. Er frisst neben Bambussprossen auch Insekten, Maden, Kleinsäuger und Vögel.

Der Kleine Panda wird etwa 60 Zentimeter groß (plus 50 Zentimeter Schwanz!) und bis zu fünf Kilogramm schwer. Bis auf die Paarungszeit lebt er meist allein. Er braucht zum Überleben ein bis zu 12 Quadratkilometer großes Revier – das ist etwa so groß wie ein Stadtteil.

Mit neun Monaten müssen die Kinder fort

Kleine Pandas bekommen ein bis vier Junge, die bei Geburt ganz schwach behaart und blind sind. Sie sehen frühestens nach 18 Tagen etwas.

Deswegen versteckt ihre Mutter sie bis zu 12 Wochen in einem Nest, einem hohlen Baum oder einer Felsspalte. Sie säugt sie dann fünf Monate lang. Wenn dann die nächste Paarungszeit beginnt und die Kleinen etwa 9 Monate alt sind, vertreibt sie die Mutter, damit sie ein eigenes Leben beginnen. Ganz schön hart, oder? Es dauert dann nochmals etwa 9 Monate, bis sie geschlechtsreif sind und selbst Nachwuchs bekommen können.

Kleine Pandas werden bis zu 14 Jahre alt und sind stark gefährdet: Es gibt höchstens noch 10.000 Tiere! Denn leider geht ständig Wald verloren, weil Menschen das Holz brauchen oder Platz für neue Siedlungen. In China sind auch Wilderer hinter ihrem Fell her, um daraus Mützen zu machen.

Was der WWF tut

Der WWF setzt sich seit 1999 für den Schutz des Roten Pandas in seiner Heimat in der östlichen Himalajaregion in Nepal, Bhutan und besonders in Indien ein.

Gemeinsam mit dem Verband der Deutschen Zoodirektoren (VDZ) hilft der WWF, dass sich der Kleine Panda im indischen Bundesstaat Sikkim weiter verbreitet. Dort leben bislang höchstens 380 erwachsene Tiere. Der WWF hat bereits erreicht, dass Rinderherden nicht mehr in Bergwäldern weiden dürfen, weil sie dort den Bambus der Pandas weggefressen und zertrampelt haben. Gefördert wird auch die Umweltbildung in dortigen Schulen. Schließlich ist der Kleine Panda das Wappentier Sikkims. Die Zoos wiederum helfen, dass Tiere gezüchtet und bald in die Wildnis entlassen  werden.

Wusstest du, dass es zum Roten Panda und zum Großen Panda eine ganze YOUNG PANDA-Aktuell-Ausgabe gibt? Hier kannst du in die ersten drei Seiten reinschnuppern: YOUNG PANDA-Aktuell 5/13.

Du möchtest dem Roten Panda helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für seinen Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!