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See-Elefanten

Dicke Taucher der Eismeere

See-Elefanten sind die größten Robben der Welt. Der rüsselartigen Nase der Männchen verdanken sie ihren Namen. Diese Nase erreicht etwa im achten Lebensjahr ihre volle Größe. Dann hängt der Rüssel über dem Maul, mit den Nasenlöchern nach unten. Weibchen hingegen haben eine kleine Nase.

See-Elefanten gehören wie die Walrosse und Seelöwen zur großen Familie der Robben. Sie sind Säugetiere, die vor allem im Meer leben. Und sie sind richtige Meister im Tauchen. Bei ihren Tauchgängen, die bis zu 1.800 Meter tief gehen, halten sie selbst im eiskalten Wasser bis zu zwei Stunden die Luft an. Erst dann müssen sie wieder zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen. 

Das klappt deshalb so gut, weil sie aufgrund ihrer Körperfülle ähnlich wie Wale enorm viel Blut haben. Dadurch nehmen sie beim Atmen an der Wasseroberfläche viel Sauerstoff auf und speichern ihn. Der Trick ist dann, dass die Tiere während ihrer Tauchgänge die Tätigkeit der Organe, zum Beispiel von Leber und Niere, herunterfahren. So schränken sie den Sauerstoff-Verbrauch ein und können in die Tiefen der Meere vordringen. 

Dicke Männer, schlanke Frauen

Die Gewichts- und Größenunterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind bei den See-Elefanten beträchtlich. Das Männchen wiegt bis zu 5.000 Kilogramm, das Weibchen maximal 900 Kilogramm. Ein Bulle kann sechseinhalb Meter lang werden, eine Kuh hingegen nur dreieinhalb Meter. See-Elefanten sind große Feinschmecker und ernähren sich von Fischen, Tintenfischen und sogar von kleineren Haiarten. Der Weiße Hai und der schwarz-weiße Schwertwal (Orca) gehören zu ihren natürlichen Feinden. Vor allem an der Wasseroberfläche können ihnen diese schnellen Raubtiere gefährlich werden.

Es gibt zwei Arten

Der Nördliche See-Elefant lebt im nordöstlichen Pazifik. Außerhalb der Brutsaison wandern die Männchen sogar bis hoch zu den Aleuten, einer Inselgruppe zwischen Nordamerika und Asien, und an die Küsten Alaskas. Der Südliche See-Elefant lebt im gesamten Südlichen Eismeer, nördlich der Packeisgrenze um die Antarktis. 

See-Elefanten sind Hundsrobben

Wichtigstes Merkmal: Sie haben keine äußerlich sichtbaren Ohren! Ihre Beinflossen sind nach hinten ausgerichtet. Mit ihnen können sie nicht über Land laufen, höchstens robben – da passt der Name! Im Wasser bewegen sie sich durch kräftige Seitwärtsbewegungen ihres Hinterteils fort, die Beinflossen geben zusätzlich richtig Geschwindigkeit. Hundsrobben entwickelten sich vor gut 12 Millionen Jahren aus otterähnlichen Vorfahren. Es gibt noch 18 Arten, darunter Seehund, Kegelrobbe, Klappmütze, Seeleopard und See-Elefant. 

Mehr über Robben erfährst du hier.

Du möchtest den See-Elefanten helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!