Seegurken

Die Bodenstaubsauger der Meere

Seegurken sehen aus und fühlen sich an wie schlaffe, schleimige Luftballons mit Pickeln. Doch die Seegurken (auch Seewalzen genannt) sind höchst lebendig und gehören wie Seesterne und Seeigel zum Stamm der Stachelhäuter.

Von außen haben sie keine erkennbare Fünfer-Symmetrie, innen schon. Ihr Skelett ist superelastisch. Es gibt etwa 1.200 verschiedene Arten. Meist werden sie bis 40 Zentimeter groß, können aber auch wie die Gefleckte Wurmseegurke über 2 Meter lang werden.

Sie kommen in nahezu allen Weltmeeren vor. Sie bevorzugen flaches, ruhiges Wasser und kriechen meistens über den Meeresboden.In der Tiefsee sind die Seegurken die mit Abstand häufigsten Bodentiere.

Mit ihrem Tentakel besetzten Mund an einem Ende des Körpers weiden Seegurken den Boden ab oder saugen Plankton aus dem Wasser.

Um sich vor Feinden wie Fischen und Krebsen zu schützen, stößt die Seegurke bei unsanfter Berührung ihre Eingeweide aus, die sich dann wie in langen Fäden an den Feind heften und ihn an weiteren Angriffen hindern. Denn die Seegurke kann fix neue Organe nachwachsen lassen. Beneidenswert!

Seegurken besitzen außerdem Wasserlungen, die nichts anderes sind als Ausstülpungen ihres Enddarms. Darin sitzen manchmal Fische wie der Eingeweidefisch als Schmarotzertiere.

Seegurken sind heute stark bedroht, weil sie in vielen Ländern als Delikatesse gelten. Vor allem um die Galapagosinseln wurden bereits so viele Seegurken weggefischt, dass das natürliche Gleichgewicht bedroht ist. Den Fischern hilft der WWF, auf andere Arten umzusteigen und künftig weniger von einer Art zu fischen.

Übrigens: Echte Seeigel und Seegurken kannst Du zum Beispiel im Nationalparkzentrum Multimar in Tönning bewundern.

Mehr Infos über andere Stachelhäuter gibt es hier:

Seeigel

Seesterne

Du möchtest den Seegurken helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!