Vogelspinnen im Steckbrief

Keine Angst vor den haarigen Riesen

Es gibt fast 1.000 Arten an Vogelspinnen. Die durchschnittliche Vogelspinne ist fünf Zentimeter groß, die Männchen sind deutlich kleiner als die Weibchen.

Die weltgrößte Vogelspinne, die Riesenvogelspinne, hat einen zwölf Zentimeter langen Körper und eine Beinspannweite von bis zu 30 Zentimeter. Die durchschnittliche Vogelspinne ist fünf Zentimeter groß, die Männchen sind deutlich kleiner als die Weibchen.

Name: Ihren deutschen Namen verdanken die Vogelspinnen vermutlich der Naturforscherein und Künstlerin Maria Sibylle Merian, die nach Rückkehr aus Surinam eine Vogelspinne mit einem toten Kolibri zeichnete. Der Naturforscher Carl von Linné gab ihr daher 1758 deshalb den Namen "Vogelspinne".

Vorkommen: Vogelspinnen leben in tropischen und subtropischen Regionen Asiens, Afrikas, Amerikas, Australiens und Europas. Sie leben je nach Art auf Bäumen und Sträuchern, unter der Erde oder als Bodenbewohner. In Europa leben Vogelspinnen in Spanien und Portugal sowie auf Zypern.

Lebensraum: Vogelspinnen halten sich die meiste Zeit über in ihrem Unterschlupf in einem Blatt versteckt oder einer Erdhöhle auf und werden nuraktiv, wenn sie Hunger haben, sich häuten müssen oder sich paaren wollen.

So jagen Vogelspinnen

Jagd: Sie bauen keine Netze, sondern sind Lauerjäger, die je nach Art Insekten, Tausendfüßer, Kleinsäuger wie Mäuse, kleine Wirbeltiere und Reptilien sowie Vögel erbeuten. Nähert sich ein mögliches Beutetier, schlagen sie mit ihren Beißklauen blitzschnell zu und spritzen ein Gift hinein, das den Körper des Beutetieres zersetzt. Dadurch kann die Vogelspinne ihr Opfer anschließend aussaugen.

Für Menschen gefährlich? Nein. Vogelspinnen haben nur kleine Giftdrüsen, weil sie dank ihrer Größe ihre Beute mit ihren Greifzangen zerlegen können. Ihr Biss ist deshalb für den Menschen zwar schmerzhaft, aber harmlos. Es sei denn, der Gebissene ist allergisch gegen dieses Spinnengift.

Feinde: Skorpione, Mangusten und Ameisen.

Verteidigung: Einige Vogelspinnen können sich heftig verteidigen, wenn sie in die Enge getrieben werden. Sie halten dann dem Feind ihr Hinterteil entgegen und beschießen ihn wiederholt mit Brennhaaren, die auf der Haut einen unangenehmen Juckreiz verursachen. Die Brennhaare wachsen später wieder nach.

Alter: In Terrarien gehaltene weibliche Tiere können bis zu zwanzig Jahre alt werden, die Männchen  meist fünf bis zehn Jahre. Das Höchstalter in der Wildnis ist nicht bekannt.

Besonderheit: In manchen Regionen Südamerikas und Asiens sind Vogelspinnen als Delikatesse.

Was du für Spinnen tun kannst, erfährst du hier.

Mehr über Spinnen allgemein liest du hier.

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