Wolfsverwandte

Wildhund, Mähnenwolf und Co.

Äthiopischer Wolf. © WWF

Die Vorfahren der Wölfe waren kleine marderartige Fleischfresser. Sie entwickelten sich vor etwa 50 Millionen Jahren zuerst in Nordamerika. Vermutlich durch das Jagen von Huftieren entwickelten sie über Jahrmillionen ihre typischen Fangzähne und lange, kräftige Beine.

Aus den kleinen Fleischfressern entstanden neben den Wölfen auch Afrikanische Wildhunde (im Bild oben), Rothunde, Schakale und Füchse mit insgesamt 15 Gattungen.

Es entstand die Familie der Hundeartigen, die Caniden. Der Wolf ist der größte, der Wüstenfuchs oder Fennek der kleinste. Zu den Hundeartigen zählen noch Kojote, Goldschakal, Schabrackenschakal, Streifenschakal und Äthiopischer Wolf.

Die Familie der Hundeartigen ist erstaunlich anpassungsfähig: Alle können schwimmen, manche sogar tauchen oder auf Bäume klettern. Fast alle Caniden „sehen“ mit der Nase, hören hervorragend, haben Reviere und leben meist in Rudeln.

Der heute vermutlich urtümlichste Wolfsverwandte ist der Marderhund, der bereits vor einigen Millionen Jahren über die Beringlandbrücke von Nordamerika nach Asien einwanderte und mittlerweile vereinzelt sogar bis nach Deutschland vorgedrungen ist. Das etwa 60 Zentimeter lange Tier ähnelt dem Waschbär und verspeist wie dieser gerne Nagetiere, Jungvögel und Eier.

Der Löffelhund ist eine Seitenlinie, die sich vor wenigen Millionen Jahren in Afrika entwickelte. Benannt nach seinen großen Ohren, besitzt er bis zu 50 Zähne und futtert neben Kleinsäugern, Vögeln und Eidechsen auch Insekten. Auch Südamerika ist reich an Hundeartigen – vom dackelbeinigen, kleinen Waldhund bis zum hochbeinigen, Savannen bewohnenden Mähnenwolf (im Bild unten).

Zum weitverbreitetsten Raubtier der Erde entwickelte sich jedoch der Grauwolf Canus lupus mit etwa 11 Unterarten. Zu ihnen gehört auch der australische Dingo, ein verwilderter Haushund der Ureinwohner.

Der sehr seltene Rotwolf im Süden der USA wird als eigene Art betrachtet. Er war in dert Wildnis ausgestorben. Doch Nachkommen von Zoo-Tieren wurden vor 30 Jahren in Reservaten wieder ausgewildert.

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