Zebra

Schwarzweiß aus gutem Grund

Warum nur hat das Zebra Streifen? Sehr wahrscheinlich, um sich zu tarnen.

Da Zebras in Herden unterwegs sind, kann das viele Schwarzweiß schon von weitem die Fressfeinde wie Löwen oder Geparden verwirren. Denn in der flirrenden Hitze der Savanne verschwimmen ihre Umrisse und sie sind kaum noch als einzelne Tiere zu erkennen.

Das täuscht auch die gefährlichen Tsetsefliegen! Gefährlich deshalb, weil sie Blut saugen und so die tödliche Schlafkrankheit übertragen können. Tsetsefliegen suchen in der Ferne nach dunklen Umrissen, die sich vor einem hellen Horizont bewegen.

Bei schwarzweiß gestreiften Zebras jedoch sehen die Blutsauger mit ihren Fliegenaugen nur schwarze Balken ohne erkennbares Ende. Tatsächlich werden die meisten Zebras von dem Krankheitserreger verschont.

Übrigens hat jedes Zebra ein anderes Streifenmuster – so wie jeder Mensch ganz eigene Fingerabdrücke hat.

Es gibt drei Arten von Zebras

Die kleinste Art ist das Bergzebra mit einem kräftigen, muskulösen Körper. Es ist bis auf den Bauch und die Innenseite der Schenkel silberweiß gefärbt und hat schwarze Streifen und Flecken. Die Kopfzeichnung ist braun, die Schnauze kastanienbraun bis hellbraun gefärbt. Leider leben heutzutage nur noch Restbestände in den Bergen Namibias und Südafrikas.

Die größte Art ist das Grevyzebra. Noch vor hundert Jahren war diese Art sehr verbreitet, heute kommt sie nur noch in Ostafrika vor. Grevy- und Steppenzebras unterscheiden sich in der Breite der Streifen: Das Grevyzebra hat deutlich schmalere Streifen als das Steppenzebra.

Das Steppenzebra ist die häufigste Art und lebt in den Steppen (daher der Name!) des Sudans und Äthiopiens sowie den Savannen Ost- und Zentralafrikas bis nach Südafrika. Es ist hellgelb und hat breite, schwarze Streifen, die sich mit helleren, so genannten Schattenstreifen, abwechseln. Bei einigen Tieren ziehen sich die Streifen bis hinunter zu den Hufen, bei anderen sind die Fußgelenke weiß.

Das Quagga ist leider ausgestorben. Es war eine Unterart des Steppenzebras und hatte an Bauch und Rücken nur ganz blasse Streifen. Das letzte Quagga lebte im Amsterdamer Artis-Zoo, wo es am 12. August 1883 starb. Manches Naturkundemuseum wie das Frankfurter Senckenbergmuseum besitzt noch ein ausgestopftes Quagga.

Bergzebra und Grevyzebra sind stark gefährdete Tierarten, Steppenzebras nicht.

Alle drei Zebraarten gehören zu den Pferden. In Tiergehegen können sich Zebras und Hauspferde durchaus paaren. Deren Kinder nennt man dann Zorse (von Zebra und dem englischen Wort „horse“ für Pferd). Auch mit einem Hausesel können Zebras Kinder kriegen. Die nennt man dann Zesel oder Zebresel.

Du möchtest den Zebras helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!