Brasilien: Wo sooo viele Tierarten

zu Hause sind

In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten wie in Brasilien. Zwölf von ihnen stellen wir dir auf dieser Seite vor.

Der Riesentukan ist mit bis zu 62 Zentimetern der größte aller Tukane. Sein bunter Schnabel wird beim Männchen bis zu 22 Zentimeter lang, damit hat er den größten Schnabel aller Vögel Brasiliens. Er ist innen fast hohl und deshalb leicht zu tragen. Mit ihm pflückt der Tukan Früchte und quetscht deren Saft aus – oder kämpft mit anderen Tukanen. Er lebt meist weit oben in den Baumkronen. Weil er nicht so gut fliegen kann, hüpft er mehr von Baum zu Baum. 

Das Goldene Löwenäffchen klettert mit seinen Krallen superflink auf Bäumen herum, schlürft deren Säfte und futtert Früchte und Insekten. Es war fast ausgerottet. In Zoos wurden Tiere nachgezüchtet und auch mit WWF-Hilfe ausgewildert. Heute gibt es wieder mehr als 1.000 Goldene Löwenäffchen im Atlantischen Regenwald. Schau‘ dir mal seine schicke Löwenmähne an, dann weißt du, woher es seinen Namen hat! Es wird bis zu 72 Zentimeter groß.

Der Gelbbrust-Ara wird bis zu 86 Zentimeter groß und ist mit seinem leuchtend blaugelben Gefieder oft schon von Weitem zu sehen. Sein mächtiger schwarzer Schnabel ist für ihn ein wichtiges Werkzeug: damit knackt er selbst härteste Nüsse, öffnet dicke Früchte und fummelt Samen heraus. Dank seiner besonderen Zunge kann er Geräusche imitieren und Menschenstimmen nachplappern. Meist versteht er aber nicht, was er da „spricht“.

Der Jabiru ist ein bis 1,40 Meter großer Storchenvogel, der über den Sümpfen des Pantanal seine Kreise zieht: Seine Flügel kann er bis zu 2,80 Meter weit aufspannen. Mit seinem bis zu 35 Zentimeter langen Schnabel stochert er im Wasser nach Fischen, Fröschen, Eidechsen und Schlangen und sogar kleinen Kaimanen.

Der Mähnenwolf heißt so, weil er eine dicke Mähne trägt. Mit dem Wolf ist er aber nur entfernt verwandt: Er ist mit bis zu 1,65 Meter der größte Wildhund Südamerikas. Er hat besonders lange Beine, so dass er über das hohe Gras des Cerrado hinweg nach Beute gucken kann. Mit seinen großen Ohren kann er auch prima hören. Das Besondere: Er frisst neben Kaninchen, Vögeln oder Gürteltieren auch tomatenähnliche Wolfsfrüchte.

Der Große Ameisenbär hat keine Zähne. Dafür eine 60 Zentimeter lange Zunge, die sehr klebrig ist: Mit ihr schleckt er Ameisen und Termiten aus ihren Bauten. Beim Finden der Krabbeltiere hilft ihm seine feine Nase: Er kann 40-mal besser riechen als ein Mensch! der große Ameisenbär wird bis zu 2,10 Meter lang.

Der Amazonasdelfin kann im oft trüben schlammigen Amazonas prima Fische jagen. Denn statt mit den Augen orientiert er sich im Wasser mit Echolot – wie die Fledermäuse in der Luft. Mit seiner langen, schmalen Schnauze kann er sogar zwischen den Wurzeln überschwemmter Urwaldbäume nach Beute herumstochern. Der Amazonasdelfin wird bis zu 2,50 Meter groß – und wird im Alter rosa.

Der Jaguar ist mit bis zu 2,60 Meter die größte Raubkatze Amerikas. Weil er Tiere im dichten Tropenwald schlecht über längere Strecken verfolgen kann, schleicht sich der Jaguar oft nachts an seine Beute an. Meist erwischt er Wasserschweine und Pekaris (eine kleine Schweine-Art). Mit seinen superstarken Kiefermuskeln kann er aber auch gepanzerte Kaimane oder Schildkröten fressen. Er kann supergut klettern und ist ein toller Schwimmer. Mehr über den Jaguar liest du hier.

Der Zitteraal ist elektrisch geladen: Er kann Stromstöße mit mehr als 800 Volt erzeugen! Damit lähmt er seine Beute und verteidigt sich gegen Feinde. Für Menschen sind die Stromstöße nicht gefährlich.
Schwachen Strom nutzt der Zitteraal auch, um sich im trüben Wasser zu orientieren. Ein richtiger Aal ist er aber nicht, Biologen nennen ihn einen „Neuwelt-Messerfisch“. Er wird bis zu 2,80 Meter lang.

Das Amazonas-Manati wird auch bis zu 2,80 Meter lang, ist aber deutlich dicker und bewegt sich gaaanz laaangsam durchs Wasser. Es wiegt so viel wie ein Kleinwagen! Kein Wunder: Das Manati frisst bis zu 30 Kilogramm Wasserpflanzen am Tag, besonders gerne Wassersalat. Es kann bis zu 15 Minuten unter Wasser bleiben, ohne zu atmen. Das Manati gehört zu den Seekühen, die entfernt mit den Elefanten verwandt sind.

Der Brillenkaiman hat natürlich keine Brille auf. Aber die Hornleiste zwischen seinen Augen sieht so aus. Er gehört zu den Krokodilen, wird bis zu 3 Meter lang und lebt vor allem in sumpfigen Nebenflüssen, in Seen und auf Sandbänken. Der Brillenkaiman kann lautlos schwimmen und stundenlang bewegungslos herumliegen. Beutetiere wie Fische und Wasservögel bemerken ihn deshalb erst, wenn es für sie zu spät ist.

Die Boa constrictor oder Abgottschlange ist eine Riesenschlange mit Wärmekamera: Sie besitzt spezielle Fühlerzellen, mit denen sie die Wärme ihrer Umgebung wahrnehmen kann. Damit erkennt die bis zu 3,50 Meter lange Boa sogar in vollständiger Dunkelheit warmblütige Säugetiere, kann sich leise anschlängeln und völlig überraschend ihre Opfer umschlingen, erdrosseln und verschlucken. Danach ist sie meist für Wochen satt.

Mehr über Brasilien liest du hier.

Du möchtest den Tieren und der Natur in Brasilien helfen? Kein Problem! Gemeinsam mit dem WWF und YOUNG PANDA kannst du dich für ihren Schutz einsetzen. Wie das geht, kannst du hier lesen: Jetzt helfen!