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China

Himalaja und Minshan

China ist die Heimat des Großen Pandas, des WWF-Wappentieres. Es liegt in Ostasien und ist nach Russland und Kanada das drittgrößte Land der Erde (knapp vor den USA). Mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen ist China das Land mit der weltweit höchsten Einwohnerzahl.

China ist eines der artenreichsten Länder der Erde mit großartigen Landschaften. Besonders herausragend im wahrsten Wortsinn ist der Himalaja – das höchste Gebirge der Welt!

Das Dach der Welt

Der Himalaja liegt mitten in Asien und dort gleich in mehreren Ländern. Ein großer Teil des Gebirges gehört zu China und Nepal, der Rest liegt in Indien, Butan und Pakistan.  Obwohl er so riesig ist, gehört der Himalaja zu den jüngsten Gebirgen der Erde. Vor etwa 50 Millionen Jahren – das ist erdgeschichtlich ziemlich wenig – stieß die indische auf die eurasische Erdplatte mit einer Geschwindigkeit von über neun Metern pro Jahr. Das klingt zwar langsam, ist aber für eine ganze Erdplatte ganz schön schnell. Durch den Zusammenstoß entstand das Gebirge Himalaja (übrigens zu ähnlicher Zeit wie die Alpen). Diesen Zusammenstoß kann man sich besser vorstellen, wenn man zum Beispiel zwei Papierblöcke stark gegen einander schiebt. Das Papier wird verformt und aufgewölbt. Im Laufe der Jahre wuchs der Himalaja immer höher. Bis heute. Selbst der dort befindliche höchste Berg der Welt, der 8.848 Meter hohe Mount Everest, wächst weiter. Zwar dauert das sehr lange, aber immerhin pro Jahr um ein paar Millimeter.

Der Himalaja ist in ganz Asien entscheidend für das Klima. Denn er speichert enorm viel Schnee und Regenwasser. Deshalb entspringen dort auch fast alle Flüsse Asiens. Die meisten Flüsse wie der Ganges fließen in Richtung Süden nach Indien. Nur sehr selten nimmt das Wasser seinen Weg nach Norden, wo sich hinter dem Hochland kilometerweite Wüsten befinden. Der chinesische Teil des Himalajas befindet sich in Tibet. Die Menschen dort leben in extremen Höhen und bei einer durchschnittlichen Temperatur im Jahr von nur 0,8 Grad Celsius. Da kann es im Winter leicht mal für längere Zeit minus 30 Grad kalt werden.

Minshan - eine der artenreichsten Regionen der Welt

Die Region Minshan im Südwesten Chinas ist so groß wie Nordrhein-Westfalen. Von hohen Bergen abgeschirmt und mit einem regenreichen Klima sowie vielen Flüssen und Seen gesegnet, haben in Minshan Tierarten überlebt, die in anderen Gebieten bereits ausgestorben sind – zum Beispiel der Golf-Stumpfnasenaffe, der ziegenähnliche Takin, das Moschustier oder die Sichuan-Waldeule.

Größte Berühmtheit ist allerdings der Große Panda. Von den 1.600 wilden Großen Pandas in China leben allein in Minshan 720 Tiere. In speziellen Aufzuchtstationen versuchen Artenschützer, neu geborene Jungtiere wieder an die Wildnis zu gewöhnen. Auch dadurch, dass sich manche Pandapfleger für die Kleinen wie Pandas verkleiden. Kein Witz!