Hwange-Nationalpark in Simbabwe:

Elefanten-Paradies in Gefahr!

Was für ein tolles Bild: Eine ganze Elefantenfamilie drängt sich um ein Wasserloch, es wird geprustet und nassgespritzt. Im Hwange-Nationalpark ist so etwas noch ein ganz alltäglicher Anblick. Denn der größte Nationalpark Simbabwes ist berühmt für seinen großen Elefantenbestand.

Auf einer Fläche von fast der Größe Schleswig-Holsteins leben nicht nur rund 45.000 Elefanten, sondern auch mehr als 100 weitere Säugetierarten, von Löwen und Geparden bis zu Büffeln und Giraffen. Denn in Hwange gibt es auch in der Trockenzeit ausreichend Wasserlöcher, um zu überleben.

Die Elefanten von Hwange sind besonders wichtig: Von dort sollen sie bald auch in Schutzgebiete Angolas oder Sambias wandern können, wo es nur noch wenige Dickhäuter gibt.

Doch seit einiger Zeit werden immer mehr Elefanten auf grausame Weise getötet. 2015 wurden allein im Oktober und November mehr als 100 Elefanten vergiftet – und zahlreiche weitere Tiere anderer Arten, die vom Wasser getrunken hatten.

Mordsgeschäft mit Elfenbein

Das rücksichtslose Töten der Tiere hat nur einen Grund: Den Wilderern geht es ums Elfenbein, denn das lässt sich bestens nach Asien verkaufen.

Fachleute schätzen, dass in Afrika heute jeden Tag 100 Elefanten durch Wilderer sterben, das sind  mehr als 35.000 Tiere im Jahr. Dadurch gibt es allmählich immer weniger Elefanten. Das müssen wir verhindern. Deshalb will der WWF besonders da die Wilderei stoppen, wo es noch viele Elefanten gibt. Wie in Hwange.

Die Helden von Hwange

Ob dies gelingt, hängt vor allem von den Rangern ab. Die etwa 100 Wildhüter von Hwange tun ihr Bestes. Doch das Schutzgebiet ist riesig. Jeden Tag müssen sie bei großer Hitze bis zu 20 Kilometer laufen, um zu kontrollieren und Fallen der Wilderer einzusammeln.  Denn es gibt nur einen Landrover für ein komplettes fünfköpfiges Ranger-Team.

Manchmal sind sie bis zu zwei Wochen am Stück unterwegs. Dann schlafen sie in Zelten und müssen mit wenig Proviant auskommen.

Treffen die Ranger auf Wilderer, kann es für sie gefährlich werden, denn die Banditen sind oft schwer bewaffnet und in ihren Fahrzeugen viel schneller. Trotzdem erwischen sie immer wieder Wilderer auf frischer Tat wie im März 2014: Sie hatten 37 Stoßzähne (700 Kilogramm) und 375 Gewehre bei sich!

Es sind mutige Männer und Frauen, die in Hwange mit viel Herzblut ihrem Job nachgehen – denen aber oft genug Entscheidendes fehlt. Ranger Simon sagt kurz und knapp: „Wir haben keine passende Ausrüstung, um unsere Pflichten im Kampf gegen die Wilderei tagtäglich erfüllen zu können.“

Allein die Funkausrüstung fällt viel zu oft aus. Und oft gerade dann, wenn einer von ihnen in Not ist. Die Geräte sind zu alt und es mangelt an Funkmasten. Oft genug sind Ranger daher außer Reichweite für die Zentrale. Dann wird es gefährlich, wenn sie auf Wilderer stoßen.

Deshalb brauchen die Wildhüter von Hwange unsere Unterstützung, damit sie die Elefanten und all die anderen Wildtiere des Nationalparks vor Wilderen schützen können.

Du kannst den Wildhütern von Hwange helfen. Wir zeigen dir, wie!

Wir haben die Wildhüter im Hwange-Nationalpark befragt. Hier liest du ihre Antworten.

Infos zum Thema Wilderei findest du hier.