Wie Tiere sich vor Insekten schützen

Tiere können nicht nur Medikamente entdecken und benutzen, sondern auch Insekten vertreiben – ohne mit der Hand oder dem Schwanz zu wedeln.

Kapuzineraffen (Bild oben) in Venezuela beispielsweise pflücken während der Regenzeit Blätter von Clematis-, Zitrus- und Pfeffer-Pflanzen, die insektenabweisende Stoffe enthalten. Sie zerkauen die Blätter und reiben ihr Fell mit dem Speichelbrei ein. Nicht nur das: Sie sammeln auch bestimmte große Tausendfüßer. Die – Achtung, eklig! – schlagen, kneten, quetschen und zerkauen sie, bis sie ein starkes Insektengift ausscheiden. Diesen Tausendfüßersaft reiben sie in ihr Fell ein und Schluss ist mit den kleinen Quälgeistern.

Auch Vögel schützen sich vor störenden Insekten wie etwa Läusen und Federmilben. Ihr Hilfsmittel ist Ameisensäure. Deshalb reiben sich einige Vogelarten Ameisen ins Gefieder. Noch besser: Manche Vögel legen sich sogar mit ausgebreiteten Flügeln auf einen Ameisenhaufen. Besonders clever sind die Europäischen Stare (Bild unten): Sie legen ihre Nester mit Blättern der Wilden Möhre und anderen frischen Kräutern aus. Die halten lästige Milben von den Nestern fern.