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Klimawandel

kann man bremsen

Es wird wärmer auf der Erde. Ist das wirklich so schlimm? Und was hat das mit dir zu tun?

Du spielst am Computer, deine Mutter bucht gerade eure Ferien-Flüge nach Griechenland und dein Vater jongliert wild mit Bohrmaschine, Kreissäge und Staubsauger, um die neue Holzdecke aufzuhängen. Wahrscheinlich muss er doch noch mal eben in den 20 Kilometer entfernten Baumarkt. Währenddessen beginnen die Eismassen an Nord- und Südpol zu schmelzen, der Meeresspiegel steigt, viele Tiere verlieren ihre Heimat, sterben aus. Denn es wird immer wärmer auf unserem Planeten.

Moment! Hat das alles etwas miteinander zu tun? Leider ja! Denn wir Menschen sind es, die unseren Planeten aufheizen. Weil wir immer mehr Energie erzeugen und verbrauchen. Durch Kraftwerke, die Verarbeitung von Rohstoffen, durch Lkw-Transporte, Autofahren und Flugreisen, sogar durch Computer und Staubsauger. Dabei entstehen immer mehr schädliche Treibhausgase wie Kohlendioxid. Die gelangen in die Luftschicht um unsere Erde, die Atmosphäre, und erwärmt sie mehr als normal. Wollen wir weniger Kohlendioxid in die Luft blasen, müssen wir erstens weniger Energie verbrauchen. Und zweitens nur saubere Energie erzeugen, bei der kein Kohlendioxid entsteht. 

Saubere Energien

heißen auch erneuerbare Energien. Denn sie werden nicht aus Rohstoffen gewonnen, die irgendwann alle sein werden – wie Erdöl, Erdgas, Kohle oder Uran. Sondern aus Sonne, Erdwärme, Wasser und Wind. Sie sind über Millionen von Jahren nutzbar – weil sie nie alle werden! Eine erneuerbare Energie ist auch Biomasse. Man gewinnt sie, indem man Holz oder Pflanzenfasern verbrennt oder zu Gas umwandelt. Dabei entsteht zwar Kohlendioxid, aber grob gerechnet nur so viel, wie vorher von den Pflanzen auch gespeichert wurde. Noch immer jedoch wird der meiste Strom bei uns durch die Verbrennung von Kohle oder in Atomkraftwerken erzeugt.

Was passiert, wenn wir weiter so viele Treibhausgase in die Luft pusten?

Zum Beispiel das:

• In den Polargebieten und auf den Bergen schmilzt Eis.

• Der Meeresspiegel steigt an – und droht Küsten zu überschwemmen.

• Artenreiche Korallenriffe und Mangrovenwälder können vermutlich nicht so schnell mit dem ansteigenden Wasserspiegel mitwachsen und sind darum besonders gefährdet.

• Auch Land-Lebensräume wie Wälder und Feuchtgebiete werden sich verändern oder verschieben müssen, weil es wärmer, trockener oder feuchter wird – nicht sofort, aber vielleicht in Jahrzehnten, was in der Erdgeschichte superschnell wäre.

• Viele Tier- und Pflanzenarten wie zum Beispiel der Eisbär werden sich nicht schnell genug an das wärmere Klima anpassen und könnten deshalb aussterben.

© WWF: Im Jahr 1844 ging dieser Alpengletscher noch bis zu diesem Schild.

Wie wir das Klima schützen können und warum das superwichtig ist, erklärt Klimaschutzexpertin Erika vom WWF im Interview mit unserem Reporter Paddy.

Im Deutschen Museum München gibt es die interessante Ausstellung "Energie wenden".

Deshalb mithelfen:

Vor allem Energie sparen und dort, wo es geht, auf saubere Energien umsteigen. Nützliche Tipps zum Klimaschutz findest du hier >>