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Kräuter

Essen und Trinken aus der Wildnis

Essen gibt es nicht nur im Supermarkt oder in eurem Kräutergarten, sondern auch in der freien Natur. Man muss nur wissen, was essbar ist – und was nicht.

Mit gutem Auge und etwas Übung kannst auch du zu einem Miraculix werden. Aber Achtung: Bei der ersten Sammel- und Knabbertour auf jeden Fall einen erwachsenen Experten mitnehmen, der dir beim Erkennen hilft! Und ein kleines Bestimmungsbuch ist auch nicht verkehrt.

Du wirst staunen, welche Köstlichkeiten in der Wildnis wachsen. Jetzt im Mai zum Beispiel diese Kräuter, sie stecken voller Vitamine und Mineralstoffe und sind deshalb sehr gesund:

9 leckere Kräuter

1. Waldmeister (Bild oben): Kennst du aus der Limonade, wächst in echt nur im halbschattigen Wald. Nur die pflücken, die noch nicht blühen. Mit Wasser und etwas Fruchtzucker aufgießen und nach ein paar Stunden trinken.

2. Von jungen Brennesseln (Bild unten) kannst du die obersten vier bis sechs Blätter zupfen und mit Wasser, Salz und Pflanzenöl zu einer Suppe kochen. Da brennt garantiert nichts auf der Zunge! Schmeckt auch lecker in einem Gemüseauflauf!

3. Sauerampfer schmeckt säuerlich und passt gut in den Salat.

4. Junge Ahornblätter kannst du mit Wasser aufkochen – und immer nach fünf Minuten durch neue Blätter ersetzen. Dadurch wird das Wasser immer süßer zu Ahornlimonade.

5. Auch Gänseblümchen schmecken prima im Salat – mit Salz, Pfeffer und Öl kannst du auch aus ihnen eine Suppe kochen.

6. Die jungen Blätter des Löwenzahn (die gelbe Blumen im Bild unten) schmecken leicht bitter und können als Salat verwendet werden.

7. Die gezackten Blätter der Pfefferminze (oberstes Bild links) duften sehr stark (nach Pfefferminze!) und du kannst sie knabbern. Noch besser aber: Du tust sie in eine Tasse und überschüttest sie mit heißem Wasser. Das gibt leckeren Pfefferminztee. Mann kann die Blätter aber auch in einen Salat schnippeln.

8. Das gleiche kannst du auch mit den Blättern der Zitronenmelisse (oberstes Bild rechts) tun, die tatsächlich nach Zitrone schmecken. Du kannst sie auch für selbstgemachte Limonade verwenden.

9. Bärlauch: Riecht stark nach Zwiebeln, schmeckt auch so. Nur die Blätter pflücken, die extrem riechen. Als Gewürz oder Salat roh essen – schmeckt wie Schnittlauch mit Knoblauch! Aber Achtung: Bärlauch nie alleine pflücken, sondern nur mit erwachsenem Experten. Denn seine Duft-Blätter können mit denen der Maiglöckchen verwechselt werden (die duften zwar anders, sehen aber ähnlich aus).

Experte mitnehmen

Auch bei der ersten Suche nach allen anderen Kräutern sollte ein Experte dich begleiten und dir beim genauen Bestimmen der Esspflanzen helfen. Wer das sein könnte? Zum Beispiel Opa und Oma oder andere Erwachsene, die erfahren sind im Selbersammeln.

Tipp: Gesammelte Kräuter kann man trocknen und auch einfrieren und so länger aufheben.

Und ganz wichtig:

Kräuter nicht auf Wiesen sammeln, wo viele Hunde hinpinkeln!!!