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Kürbisse

Dicke Dinger mit Heilkraft

Zu Gruselfratzen ausgehöhlt, haben die kultigen Kürbisse zum Halloween-Fest am 31. Oktober als Geistervertreiber ihren großen Auftritt. Aber wusstest du, dass das bis zu 60 Kilogramm schwere Riesengemüse tatsächlich gegen manche Krankheit helfen kann?

Jeder, der schon mal einen Kürbis ausgehöhlt hat, versteht, warum Botaniker die dicken Dinger „Panzerbeere“ nennen. Es ist schon etwas anstrengend! Doch das Bohren lohnt sich: Unter der harten Schale schlummern duftendes Fleisch und leckere Knabberkerne.

Kürbisse werden aber nicht nur als Gemüse seit Jahrhunderten angebaut. Bereits die Indianer Nordamerikas schätzten angeblich die Heilkraft der dicken Dinger. Sie zerstampften deren Fruchtfleisch, verrührten es mit Wasser und trugen diesen Sud auf Verletzungen, besonders Brandwunden, auf.

Christoph Columbus soll dann vor über 500 Jahren die ersten Kürbisse nach Europa gebracht haben. Hier wurden sie ebenfalls in der Naturmedizin eingesetzt. Wahrscheinlich benutzte man Kürbisse zu Umschlägen bei Eiterbeulen, bei Augenentzündungen und den Saft bei Ohrenschmerzen. Die geschälten Samen  sollten den Schmerz bei Blasensteinen lindern sowie gegen Bandwürmer helfen.

Wogegen Kürbisse heute helfen

Heute werden Kerne und Öl der Kürbisse bei Harnwegserkrankungen, Reizblasen, zu hohen Blutfetten und Nierenschwäche eingesetzt. Fachleute empfehlen in solchen Fällen oft eine mehrwöchige Kürbis-Kur. Dabei wird täglich mindestens eine Kürbismahlzeit verzehrt. Gut, wenn man dann abwechslungsreiche Rezepte hat.

Kürbiskernpulver hilft angeblich auch Wunden, rascher zu heilen. Dazu werden Kürbiskerne im Küchenmixer zermahlen. Das Pulver streut man dann mehrmals täglich auf die Wunde.

Kürbisse helfen außerdem,  im Herbst eine schöne Haut zu behalten. Das Fruchtfleisch tut der vom Wind ausgetrockneten Haut sehr gut und verleiht ihr zugleich einen Schutzschild gegen frostigen Wind. Für die gesunde und preiswerte Gesichtsmaske (nicht zu verwechseln mit einer Halloween-Maske!) empfehlen Experten folgende Mixtur: Vier Esslöffel Fruchtfleisch, ein Eigelb und je einen Esslöffel Kürbiskernöl und Apfelessig pürieren und dann auftragen. 20 Minuten einwirken lassen, anschließend mit lauwarmem Wasser abspülen.

Diese Kürbissuppe geht ganz einfach

  • Kürbisfleisch kleinschneiden,
  • dann im Topf mit etwa 1 Liter Gemüsebrühe (Instant) weichkochen,
  • mit Salz und Pfeffer abschmecken,
  • mit dem Pürierstab pürieren (also zu Brei machen),
  • zum Schluss noch etwas flüssige süße Sahne oder Kokosmilch unterrühren,
  • einen Spritzer Kürbiskernöl drüber –
  • fertig!

Lecker!

Lass‘ dir den Kürbis schmecken

Er ist ein gesundes Naturprodukt, macht satt und nicht dick. Darin stecken vor allem viel Stärke, Eiweiß und Mineralstoffe, außerdem die Vitamine A, B und C. Die Kerne wiederum enthalten viel Öl und Eiweiß.