Wer lebt

in unsern Wäldern?

Je mehr verschiedene Pflanzen in einem Wald wachsen, desto mehr verschiedene Tiere fühlen sich darin wohl – die kleine Schnecke genauso wie der große Hirsch. In den Wäldern bei uns in Deutschland leben viele Tier- und Pflanzenarten. Wir stellen dir 13 Tiere vor, die du selber beobachten oder deren Spuren du finden kannst.

Rote Waldameisen werden bis zu 11 Millimeter groß und können das Vielfache ihres eigenen Gewichtes tragen. Sie bauen bis zu zwei Meter hohe und fünf Meter breite Hügel, indem sie Tannennadeln und Gehölz aneinander kleben und aufschichten. Außerdem melken sie Blattläuse, um deren  süßen Honigtau zu verspeisen. Mehr über Ameisen liest du hier.

Die Erdkröte wird bis zu 11 Zentimeter groß und kommt recht häufig im Wald vor. Vor allem dort, wo sie im Frühjahr ruhige kleine Gewässer für die Eiablage findet. Den Winter verbringt sie gut geschützt unter der dichten Laubschicht. Mehr über Kröten findest du hier.

Der bis zu 20 Zentimeter lange Feuersalamander lebt immer in Wassernähe. Bei Bedrohung kann er eine giftige Flüssigkeit aus Drüsen am Rücken verspritzen. Für Menschen ist sie ungefährlich: Sie brennt nur etwas auf der Haut. Anders als andere Amphibien legt das Weibchen keine Eier, sondern setzt gleich kiementragende Larven ins Wasser ab.

Die bis zu 50 Zentimeter lange Blindschleiche sieht aus wie eine Schlange, ist aber eine Echse – nur eine ohne Beine. Die Blindschleiche kann bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen und weiterleben. Vielleicht wird sie deshalb bis zu 50 Jahre alt. Da sich der abgeworfene Schwanz weiter bewegt, ist der Angreifer abgelenkt und die Blindschleiche kann mit Glück entkommen.

Der bis zu 60 Zentimeter große Habicht ist mit seinen breiten kurzen Flügeln perfekt an die Jagd im Wald angepasst. Er fliegt flach über den Boden oder über Baumkronen und nutzt dabei jede Deckung, um seine Beutevögel zu überraschen. Er jagt sogar Elstern und Krähen.

Den bis zu 50 Zentimeter großen Schwarzspecht erkennst du am roten Streifen auf seinem Kopf. Er ist die größte europäische Spechtart und baut seine Bruthöhlen vor allem in großen alten Laubbäumen. In die Baumhöhlen, die der Specht baut, ziehen rund 60 Tierarten als Nachmieter ein. Und vom vielen Klopfen bekommt er erstaunlicher Weise keine Kopfschmerzen.

Der bis zu 35 Zentimeter große Eichelhäher warnt mit seinem Ruf nicht nur Artgenossen, sondern auch andere Vögel vor Gefahren. Deshalb gilt er als „Waldpolizist“. Wie die Eichhörnchen versteckt der Eichelhäher im Herbst Eicheln und Nüsse als Vorrat für den Winter. Weil er nicht alle Verstecke wieder findet, können viele der Eicheln zu neuen Bäumen heranwachsen.

Der Siebenschläfer sieht mit bis zu 33 Zentimetern aus wie eine große Maus. Er heißt so, weil er sich im Winter für mindestens sieben Monate in er Erdhöhle schlafen legt.

Der mit Schwanz bis zu 1,20 Meter lange Rotfuchs jagt hauptsächlich nachts Kleintiere wie Mäuse. Zusätzlich zur sehr guten Nase besitzt er hervorragende Ohren und Augen. Er kann sehr hoch springen und auf kurzen Strecken bis zu 50 Stundenkilometer schnell  rennen.

Das mit Schwanz bis zu 1,90 Meter lange Wildschwein durchwühlt mit seinem Rüssel und den Eckzähnen den Waldboden und frisst fast alles, was es dabei findet: Wurzeln, Knollen, Früchte, Pilze, Insekten, Würmer, Schnecken, Mäuse, Frösche oder Aas. Wildschweine haben sich stark vermehrt und kommen auch immer öfter in Städte, um Vorgärten und Mülleimer zu durchwühlen.

Das bis 1,40 Meter lange Reh ist ein Wiederkäuer. Das bedeutet, es kann bereits verdaute Pflanzennahrung nochmals aus dem Magen hochwürgen und erneut zerkauen. Das hat einen guten Grund: Damit kann das Reh  aus dem Speisebrei noch mehr Nährstoffe herausholen. Die Männchen tragen ein kleines Geweih, die Weibchen keines.

Mit bis zu 2,50 Meter Länge ist der Rothirsch das größte Tier unserer Wälder. Männchen tragen ein Geweih, das mit zunehmendem Alter kräftiger und verzweigter wird. Während der Paarungszeit rufen sie dröhnend laut, um Weibchen anzulocken und andere Männchen einzuschüchtern. Oft kämpfen Männchen auch miteinander, indem sie mit ihren Geweihen aufeinander losgehen.

Kennzeichen Pinselohr, Backenbart und Stummelschwanz: Der einst ausgerottete Luchs ist vor mehr als 20 Jahren aus Tschechien in den Bayerischen Wald zurückgekehrt. Außerdem wurden in den Nationalparks Harz und Hainich gezüchtete Tiere wieder angesiedelt. Überall dort können sich die bis zu 1,30 Meter langen Tiere seitdem vermehren, weil sie heute, anders als früher, streng geschützt sind.

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