Warum wird es bunt

im Herbst?

Woran merkst du, dass es Herbst wird? Vor allem, weil die Blätter der Bäume bunt werden. Warum ist das so?

Jetzt färben sich wieder alle Blätter der Laubbäume herrlich gelb und rot, bis sie schließlich allmählich alle vom Baum fallen.

Laubbäume tun das, um den Winter besser zu überstehen. Denn wenn der Boden bei Eiseskälte gefroren ist, kann ein Baum kein Wasser aus der Tiefe ansaugen, um seine Blätter zu versorgen. Seine Blätter würden vertrocknen, der Baum verdursten. Das Abwerfen der Blätter hilft also dem Baum, besser durch den Winter zu kommen. So spart er Wasser.

Vor dem Abwerfen zieht der Baum aber noch alle wichtigen Stoffe aus den Blättern heraus. Diese Stoffe werden in den Ästen, dem Stamm und den Wurzeln gespeichert, also aufgehoben. Im nächsten Frühjahr verwendet der Baum all diese Stoffe dann für seine neuen Blätter.

Warum aber werden die Blätter vor dem Abwerfen gelb, rot und braun?
Es sind vor allem die gelben, orangen und roten Farbstoffe, die in den Blättern zurückbleiben, weil der Baum sie nicht braucht fürs Überwintern. Anders der grüne Farbstoff, er heißt „Chlorophyll“: Den braucht jeder Baum ganz dringend im nächsten Frühjahr für die neuen Blätter. Dieses Blattgrün zieht der Baum deshalb aus dem Blatt heraus.

Woran merkt der Baum, wann es Zeit ist, die Blätter abzuwerfen?
Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, es also nicht mehr so lange hell ist.

Und was wird aus all den abgefallenen Blättern?
Allerbeste Erde. Und zwar durch Millionen kleiner hungriger Tierchen – von den Regenwürmern über Springschwänze bis zu Asseln oder Saftkuglern, die im Boden leben und die du vielleicht schon vom Komposthaufen deiner Schule oder deines Garten kennst. Sie zerknabbern das Laub und fressen es. Ihre Häufchen sind allerbeste Erde!

Auch Bakterien und Pilze zersetzen all die Blätter. So werden über Monate hinweg wieder viele Nährstoffe freigesetzt. Neue fruchtbare Erde entsteht, aus der wieder junge Bäume wachsen können.

Was machen Nadelbäume?
Nadelbäume haben statt breiter Blätter kleine spitze Nadeln. Das sind Miniblättchen, die auch noch mit einer Wachsschicht umhüllt sind. Nadeln verdunsten deshalb viel weniger Wasser als die Blätter der Laubbäume. So sind Nadelbäume besser an Kälte und Trockenheit angepasst und müssen ihre Nadeln – mit Ausnahme der Lärche – im Winter nicht abwerfen.

Unser Umwelttipp für dich:

Wirf das Laub in eurem Garten niemals in den Müll. Gib einen Teil auf den Kompost und verteile den anderen Teil auf den Blumenbeeten. Das schützt die Blumenzwiebeln im Boden vor Frost. Außerdem können darin viele Kleintiere den Winter überleben, die Blätter zersetzen und damit im Frühjahr eure Blumenzwiebeln im Boden mit frischen Nährstoffen versorgen.

Die unter den Blättern verborgenen kleinen Tiere und Samenkörner sind außerdem für Vögel im Winter so etwas wie eine kleine Speisekammer und helfen ihnen, über den Winter zu kommen.

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