Der Herr der Ringe

Wie ein Baum wächst

Ein Baum wächst zugleich in die Höhe und in die Breite: Einerseits werden sein Stamm und die Äste jedes Jahr etwas länger und er entwickelt neue Zweige. Die nennt man Triebe. Andererseits werden der Stamm und die Äste auch immer dicker. Dadurch wird der Baum kräftig und bleibt bei Wind und Wetter stabil.

Unterirdisch wächst der Baum genauso. Er entwickelt neue Wurzeln, die jedes Jahr etwas dicker und länger werden. Mit ihnen hält sich der Baum im Boden fest und nimmt Wasser und Nährstoffe auf.

Verschiedene Baumarten wachsen unterschiedlich schnell. Gleichaltrige Bäume können daher auch unterschiedlich dick sein. Einige Arten von Eichen, Weiden, Pappeln und Platanen können in guten Jahren bis zu mehr als 10 Millimeter im Jahr wachsen, andere Baumarten wachsen deutlich weniger.

Zähle doch mal die Altersringe verschiedener Bäume, deren abgesägten Stümpfe du im Wald findest.

Was die Baumscheibe dir verrät

© WWF

Bei einem abgesägten Baumstamm siehst du auf der Schnittfläche seine Jahresringe. Jeder Jahresring besteht eigentlich aus zwei Ringen:

  • Die breiten, hellen Ringe zeigen dir, wie viel der Baum im Frühling und im Sommer in die Breite gewachsen ist. Zu dieser Jahreszeit ist es wärmer und länger hell. Dann wächst der Baum mehr und schneller und bildet große neue Zellen.
  • Die schmalen und dunklen Ringe entstehen im Herbst. Dann wächst der Baum langsamer. Die neuen Zellen, die er dann bildet, sind kleiner und stehen enger nebeneinander als die Frühlingsringe.
  • Im Winter wächst der Baum nicht. Denn dann ist der Boden oft gefroren und der Baum kann kein Wasser mehr über die Wurzeln aufnehmen – erst wieder im Frühjahr. Wenn du alle dunklen Ringe auf einer Baumscheibe zählst, weißt du, wie viele Jahre (Herbste) der Baum gelebt hat.

 

Die äußere Rinde (Borke) schützt den Baum vor Hitze, Kälte, Regen, Käferbefall und Pilzen.

Die ältesten Bäume

Die Schenklengsfelder Dorflinde in Osthessen ist vermutlich der älteste noch lebende Baum in
Deutschland. Sie ist über 1.000 Jahre alt. Ihr Stamm hat sich in vier Stämme aufgeteilt.

Eine so genannte Langlebige Kiefer in den White Mountains (Weißen Bergen) in Kalifornien (USA)
gilt als ältester Baum der Erde. Sie ist 5.065 Jahre alt.

Mehr Wissen über Wälder

Hier kannst du den YOUNG PANDA-Wald-Test machen.