Waldzerstörung

Warum?

Rund 13 Millionen Hektar Wald gehen jedes Jahr rund um den Globus verloren – das ist so viel wie eine Fläche von 35 Fußballfeldern pro Minute!

Am meisten bedroht sind die Wälder in den Tropen. Wertvolle Regenwälder werden für Weiden, Äcker und Straßen gerodet oder abgebrannt. Oder sie werden in öde Baumplantagen für die Papierproduktion umgewandelt. Da gibt es dann nur noch eine einzige Baumart statt einst ganz vieler Pflanzenarten. Wald wird auch gerodet, um Rinderweiden anzulegen – vor allem in Südamerika. Später wird auf den kargen Flächen dann Soja angebaut – und der Wald, der über JAhrehundert gewachsen ist und Heimat für Hunderttausende Tier- und Pflanzenarten war, ist für immer verloren.

Am schlimmsten ist die Waldvernichtung in Brasilien und Indonesien. Brasilien verlor zwischen 1990 und 2010 eine Waldfläche so groß wie Frankreich. Indonesiens Wälder schrumpften im gleichen Zeitraum um eine Fläche von der Größe Großbritanniens. Geht die Entwicklung dort so weiter, wird auf den indonesischen Inseln Sumatra und Borneo bereits in neun Jahren kein Regenwald mehr wachsen.

Genau das will der WWF verhindern. Denn gerade die tropischen Regenwälder sind die größten Schatzkammern der Natur. Allein in Amazonien leben etwa 40.000 verschiedene Pflanzenarten, mehr als 400 Säugetierarten, knapp 1.300 Vogelarten sowie rund 3.000 Fischarten. Etwa die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde wohnen in Regenwäldern. In allen Wäldern weltweit haben sogar rund zwei Drittel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten ihr Zuhause. Das bedeutet: Schrumpfen die Wälder, verlieren wir auch unsere Artenvielfalt.

Der WWF will die Waldvernichtung stoppen

Der WWF hat sich deshalb ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Waldvernichtung bis zum Jahr 2020 zu stoppen – mit neuen Projekten. Bislang führt der WWF bereits mehr als 300 Projekte für den Erhalt der Wälder durch und hat damit das größte Waldschutzprogramm der Welt. Wir stellen euch mal ein paar Beispiele vor.

Kaukasus

Bis 2013 sollen in Aserbaidschan, Georgien und Armenien am Ostrand Europas Kiefern-Plantagen in artenreiche, naturnahe Mischwälder zurückverwandelt werden. Dadurch wird neuer Lebensraum für viele bedrohte, nur dort heimische Arten geschaffen – wie zum Beispiel für den Kaukasus-Leoparden, die Bezoarziege oder den Maralhirsch. Gleichzeitig können diese Naturwälder mehr Kohlenstoff speichern. Das hilft dem Klima.

Kongo

Gemeinsam mit seinen Partnern konnte der WWF vor kurzem verhindern, dass im UNESCO-Weltnaturerbe der Virunga-Berge nach Erdöl gebohrt wird. Zugleich konnte der WWF durchsetzen, dass jetzt bei großen Industrieanlagen oder anderen Bauvorhaben immer zuerst geprüft wird, ob die Umwelt sie auch verkraftet.

Amazonien

Der WWF will in Peru und Kolumbien eine Waldfläche von insgesamt 800.000 Hektar auf naturnahe Forstwirtschaft umstellen. Das bedeutet: Der Wald bleibt erhalten, die Menschen fällen nur einzelne Bäume und nicht ganze Flächen. Seit März 2011 arbeiten der WWF und seine Partner dafür mit Urwald-Gemeinden, Bauern, kleinen und mittleren Forstunternehmen sowie den Behörden beider Länder zusammen.

Borneo

Im 580.000 Hektar großen Sebangau-Nationalpark auf Borneo wachsen noch tropische Torfmoorwälder. Sie sind für den Klimaschutz besonders wichtig. Denn sie speichern bis zu 50-mal mehr Kohlenstoff als eine gleich große Fläche Regenwald ohne Torfboden. Das ist besonders gut fürs Klima. Seit dem Start dieses ersten Wald-und-Klima-Pilotprojekts des WWF Anfang 2008 sind rund 480 Dämme gebaut worden, die den Torfboden vor der Austrocknung schützen. Damit wird die Entstehung weiterer gefährlicher Treibhausgase verhindert. Außerdem wurden bereits mehrere hundert Hektar verbrannter Waldfläche wieder aufgeforstet.

Was kann man dagegen tun?

Jeder von uns kann etwas tun! Wenn wir es schaffen, Papier zu sparen und dort, wo wir es benötigen, Recycling- oder FSC-Papier zu verwenden, verbrauchen wir auch weniger Wald. Und je mehr Leute mitmachen, desto besser! Dafür brauchen wir Deine Hilfe!

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