Naturtipp

Zieh dir deine eigenen Busch-Kinder

Im Frühling und Frühsommer ergrünt und erblühen Garten, Park und Wald. Nutze die Super-Gelegenheit, dir von schönen Büschen Ableger zu machen, also „Busch-Kinder“ heranzuziehen.

Das geht bei vielen Buschpflanzen recht einfach: Schneide einen kräftigen Zweig ab und stelle ihn in eine mit Wasser gefüllte undurchsichtige Vase. Schon nach etwa einer Woche wachsen im dunklen Wasser Wurzeln aus dem Spross. Dann kannst du ihn dort einsetzen, wo du möchtest. Man nennt so eine Jungpflanze auch "Steckling". In der Erde treibt er weiter Wurzeln und wächst zu einer eigenstädnigen Pflanze heran.

Am besten an einem ähnlichen Platz wie den Mutterbusch, dann ist die Chance groß, dass der Spross in der Erde angeht. Wichtig: In den ersten Tagen nach dem Einpflanzen regelmäßig gießen!

Natürlich kannst du deinen Ableger auch zunächst in einen Blumentopf mit Erde setzen und eine Weile in der Wohnung halten.

Tipp: Stecklinge kannst du prima zum Beispiel aus allen Weiden ziehen (das sind die mit den Weidenkätzchen im Frühjahr). Es geht auch mit Forsythien, das sind die Büsche mit den leuchtend gelben Blüten (Bild unten).

Als Stecklinge vermehren kannst du auch Besenginster, Heckenkirsche, Holunder, Pfaffenhütchen, Sanddorn oder Weißdorn. Oder wenn du Kräuter magst: es funktioniert auch mit Sonnenröschen, Salbei, Lavendel, Thymian und Strauchbasilikum.

Und wohin mit den Busch-Kindern? In euren Garten, in den Schulgarten, oder vielleicht auch in ein ödes Stückchen Erde in deinem Stadtteil, in dem noch ein schöner Busch fehlt.