Umwelttipp:

So wirst du zum Besseresser

Du isst am liebsten Hamburger, Pommes und Pizza? Lies trotzdem weiter. Denn auch beim Essen kannst du der Umwelt helfen. Das ist gesund, schont das Klima und – ja, wirklich! – schmeckt auch noch. Versprochen!

1. Mehr Gemüse, weniger Fleisch

Probiere mal, weniger Fleisch zu essen. Denn bei der Produktion von Fleisch und Milchprodukten entstehen viele Treibhausgase. Sie erwärmen unser Klima. Warum entstehen dabei so viele Treibhausgase? Weil man Platz braucht für die Rinder und deren Futter wie Soja. Um Platz zu schaffen, werden in Tropenländern Regenwälder gerodet.
Wenn du Fleisch isst, dann bevorzuge am besten Biofleisch aus der Region. Mehr dazu liest du gleich in Punkt 2 und 3.

2. Mehr Bio

Achte beim Einkaufen auf Bio-Produkte. Am Bio-Siegel erkennst du, dass bei der Herstellung dieser Produkte
•    Boden, Luft und Wasser nicht verschmutzt,
•    keine Tiere gequält und
•    kein Kunstdünger verwendet wurde, sowie
•    auf unnötige Zusatzstoffe und
•    auf Gentechnik verzichtet wurde.
Beim Fisch achte bitte auf das blaue MSC-Siegel. Es garantiert, dass der Fisch naturschonend gefangen wurde.

3. Mehr aus der Region

Um Obst und Gemüse von weither mit dem Flugzeug einzufliegen, wird viel Energie verbraucht. Viele Lebensmittel wie Äpfel oder Kartoffeln werden aber auch in der Region angebaut, in der du wohnst. Dabei werden Transportwege gespart und so deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen. Deshalb greife lieber zu regionalem Gemüse und Obst vom Bauern in der Nähe oder vom Wochenmarkt.

4. Mehr essen, was es gerade gibt
Frische Erdbeeren im Februar oder Tomaten im Dezember? Die gibt es, weil sie von weither transportiert oder im beheizten Treibhaus herangezogen wurden. Du ahnst es: beides kostet Energie und verursacht eine Menge Treibhausgase. Besser ist es, das Obst und Gemüse beim Einkaufen zu bevorzugen, das es jetzt gerade frisch in der Region gibt. Essen nach den Jahreszeiten: Das schmeckt besser, ist meist billiger und wird mit wenig Energie angeliefert

Der Saisonkalender zeigt dir, welches Obst und Gemüse du zu welcher Jahreszeit frisch bekommst.

5. Weniger Müll
Kaufe mit deinen Eltern nur das, was ihr wirklich braucht. Denn in Deutschland landen pro Person und Jahr etwa 80 Kilogramm Nahrungsmittel im Müll. Einfach so, weil wir zu wenig nachdenken und planen. Das muss nicht sein.

6. Reste essen
Wenn du mal eine Mahlzeit nicht aufessen kannst, dann iss den Rest einfach am nächsten Tag – neu zubereitet als Auflauf oder Frikassee. Oder friere das Essen ein. Reste im Restaurant lässt du dir für zu Hause einpacken.

7. Haltbarkeit prüfen

Viele Lebensmittel werfen wir weg, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Oft kannst du das Produkt aber auch über das Datum hinaus essen, wenn du es die ganze Zeit im Kühlschrank hattest. Prüfe das zusammen mit deinen Eltern und vertraue deinen Augen und deiner Nase.

Das Verbrauchsdatum findest du auf den Verpackungen von Lebensmitteln, die schnell verderben – zum Beispiel auf Fleisch oder Rohmilchkäse. Diese Produkte solltest du nach dem Ablauf des Verbrauchsdatums nicht mehr essen, denn das könnte ungesund sein.

Wenn du gerne Hamburger und Pizza isst

Auch wenn du gerne Hamburger, Pommes und Pizza isst, kannst du was für die Umwelt und Natur tun: Mach‘ doch mit deiner Familie die Hamburger einfach selber mit Biofleisch aus der Region. Das kommt ohne Soja aus Brasilien aus. Oder probiere mal selbstgemachte Burger mit Gemüse-Bratlingen. Die schonen das Klima und sind ebenfalls schnell und leicht zu brutzeln (hier unser Rezept).

Kauft Pommes aus heimischen Biokartoffeln und macht eure eigene Biopizza mit frischen Zutaten aus dem Ökolandbau eurer Gegend. Darüber freut sich die Umwelt, weil im Ökolandbau viele Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Und es schmeckt auch einfach besser.

Wusstest du, dass es zum Thema "Besser essen" eine ganze YOUNG PANDA-Aktuell-Ausgabe gibt? Hier kannst du in die ersten drei Seiten reinschnuppern: YOUNG PANDA-Aktuell 4/15.

Mehr Rezepte für Leckereien findest du hier.