Umwelttipp:

Klima schützen jetzt im Winter

Klima schützen ist nicht nur Erwachsenensache. Auch du kannst zu Hause mithelfen, Treibhausgase zu vermeiden und damit zugleich Geld und Energie zu sparen! 

Für das Heizen im Winter verbraucht jede Familie die meiste Energie. Deshalb kann man beim Heizen auch am wirksamsten einsparen.

Auf unserem Bild oben siehst du ein Haus, das mit einer Wärmebildkamera aufgenommen wurde. Es zeigt: Wo gelb, rot und grün ist, entweicht besonders viel Wärme. Deshalb ist es sehr wichtig, ein Haus gut zu isolieren, damit es nicht viel Wärme im Winter verliert. Das können Fachleute am besten.

Andere Dinge kannst du selber oder mit deinen Eltern zusammen machen. Hier kommen unsere 10 Tipps.

1. Sparsamer heizen: Wer die Raumtemperatur um ein Grad Celsius absenkt, spart bis zu einem Zehntel seiner Heizenergie - und pro Jahr bis zu 360 Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxid.

Ein gutes Wohnklima liegt im Schlafräumen bei 16 bis 18 Grad Celsius, in Fluren bei 15 Grad und in Wohn- und Kinderzimmern bei 19 bis 20 Grad.

Manche Eltern drehen die Heizung im Kinderzimmer zu stark auf, weil sie Angst haben, dass ihr lieben Young Pandas euch erkältet. Das könnt ihr euren Eltern abgewöhnen. Dafür aber Pullover und Hausschuhe anziehen. Das spart Geld, schützt das Klima und ist auch noch gesund.

Und in ungenützten Räumen oder während eines Urlaubs? Da sollte man die Temperatur nicht unter 15 Grad absenken, da die Wände sonst zu stark abkühlen und dann das Aufheizen zu viel Energie benötigt.

2. Türen schließen: Dann geht aus warmen Räumen nicht so viel Wärme verloren.

3. Klug lüften: Statt das Fenster stundenlang zu kippen, solltet ihr alle zwei bis drei Stunden stoßlüften. Das heißt: Die Fenster weit öffnen und das Thermostatventil an der Heizung (wenn ihr so was habt) solange zudrehen. Schon einige Minuten genügen, um die gesamte Raumluft auszutauschen. Gegenüber ständig gekippten Fenstern könnt ihr bis zu 300 Kilogramm Kohlendioxid und bis zu 80 Euro jährlich einsparen.

4. Bei älteren Fenstern: Kommt kalte Luft durch die Fensterritzen, dichtet sie ab. Im Baumarkt gibt es dafür einfache Schaumstoff-Klebstreifen. Und für die Fensterbank hilft Omas Stoffrolle.

5. Bei undichten Türen: Solche Stoffrollen gibt es auch für Haustüren, durch die es unten durchzieht, sogar mit lustigen Tierköpfen drauf. Natürlich kann man die auch selber machen.

Auf die Dauer ist es aber für Klima und Geldbeutel günstiger, durch bessere Türen und Fenster das Haus oder die Wohnung so abzudichten, dass nicht so viel Wärme entweicht.

6. Jalousien, Vorhänge und Rollos nachts geschlossen halten: So geht in kalten Nächten keine Wärme nach draußen. Damit vermeidet ihr bis zu 160 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr und spart Heizenergie von rund 40 Euro.

7. Lieber Duschen als Baden: Während du für ein Bad rund 120 Liter Wasser brauchst, sind es beim Duschen nur etwa 70 Liter. Weil in den meisten Wohnungen das Wasser mit einem Durchlauferhitzer erwärmt wird, sparst du durch das Duschen richtig Energie.

8. Duschen mit Köpfchen: Noch mehr Energie spart ihr wenn ihr einen Sparduschkopf auf eure Brause installiert. Dann fließt nicht mehr so viel Wasser durch. Wenn ihr zu dritt zu Hause seid und jeder täglich 5 Minuten duscht, spart ihr durch einen Sparduschkopf bis zu 840 Kilogramm Kohlendioxid ein - und damit jährlich rund 290 Euro.

9. Hände mit kaltem Wasser waschen: Seife reinigt auch mit kaltem statt warmem Wasser. So spart ihr bei drei Personen zu Hause bis zu 265 Kilogramm Kohlendioxid und bis zu 75 Euro im Jahr.

10. Beim Zähneputzen Wasserhahn zudrehen: Die eine Minute, die du (hoffentlich!) mindestens morgens und abends die Zähne putzt, fließen sonst bis zu 10 Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss. Zum Ausspülen drehst du ihn dann wieder auf.

Die Zahlen stammen von Co2online, einer von der Bundesregierung unterstützten Agentur, die Verbraucher in Sachen Klimaschutz berät.