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Umwelttipp:

Kompost selber machen: So stärkst du deinen Garten

Kompost ist Kraftstoff für den Garten. Was aber genau ist Kompost? Ein hochwertiger Humus, entstanden aus verrotteten organischen Bestandteilen, umgelagert, verdaut und ausgeschieden von unzähligen Regenwürmern und anderen fleißigen Kleinlebewesen.

Wie entsteht Kompost? Wenn Dinge aus Pflanzen auf einem feuchten Haufen oder in einer Holzkiste liegen und zusammengedrückt werden. Dann werden Bodenbakterien aktiv und erzeugen durch ihr Fressen und Verdauen Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius. So warm wird es auch im Backofen!

Was darf kompostiert werden? Gartenabfälle wie Laub, Gras oder Baumschnitt. Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffee- und Teesatz, Eierschalen. Aber auch verbrauchte Blumenerde, Mist, Holzspäne oder Stroh. Wichtig: Je öfter immer wieder Lagen mit Erde oder Gesteinsmehle dazwischen geschichtet werden, desto rascher läuft die Zersetzung ab.

Wie viel Platz brauchst du? Schon eine herkömmliche Kompostkiste mit rund einem Kubikmeter reicht (also 1 Meter hoch, 1 Meter breit und ein Meter lang). Kompost kann man aber auch als Hügel ohne Begrenzung aufschichten. Hierfür braucht man zwar etwas mehr Platz, dafür kommt man an den Kompost leichter mit der Schaufel heran.

Wann ist der Kompost reif? Wenn du mit Hornmehlen und Gesteinsmehl schichtweise etwas nachgeholfen hast, kannst Du bereits nach wenigen Monaten Kompost ernten. Überlässt du die Verrottung weitgehend den Kleinlebewesen und schichtest du nur wenig um, kannst du frühestens nach etwa einem Jahr deine neue Erde verteilen.

Wie wird der Kompost ausgebracht? Optimal ist einen dünne Schicht von wenigen Zentimetern pro Jahr, die einfach auf den Boden aufgebracht wird. Anschließend mit organischem Material, etwa Grasschnitt oder Blätter, abdecken (mulchen). Reife Komposterde also nie nackt auf dem Boden liegen lassen. Die kleinen Kompostbewohner würden den Temperaturgegensatz zwischen Tag und Nacht und eine rasche Austrocknung nicht überstehen.

Ist dein Kompost noch grob, kannst du auch kleine Haufen in deinem Garten ausbringen. In wenigen Wochen haben deine Gartenbewohner die kleinen Hügel ganz natürlich „kleingemacht“.

Deine Pluspunkte:
• Du erhältst aus Abfall einen Turbodünger.
•Du schützt Klima und Natur, weil du auf Torf verzichtest.
• Du sparst Geld für teuren Extradünger.
• Du hast eine Menge Spaß!

Wie du den Boden schützt, erfährst du hier.

Der Komposthaufen ist auch ein Zuhause: Im späten Herbst ziehen sich dort gerne Igel, Siebenschäfer oder Kröten zurück und bauen sich dort eine kuschelige Unterkunft für ihren Winterschlaf. Deshalb ab November bitte nicht mehr im Kompost herumwühlen, damit die Tiere ihre Ruhe haben.

Deine Pluspunkte

• Du erhältst aus Abfall Super-Dünger.
• Du schützt Klima und Natur, weil du auf Torf verzichtest.
• Du sparst Geld für teuren Extradünger.

• Und es macht eine Menge Spaß!