Umwelttipp:

Plastikmüll vermeiden

Plastik vermüllt unsere Meere und gefährdet viele Tiere. Heute haben zwei Drittel der Seevögel bereits Plastikmüll in ihrem Magen, haben Forscher festgestellt. Denn viele Plastiksachen landen nicht im Mülleimer oder in der Recyclingtonne, sondern über unsere Flüsse oder Küsten im Meer.

Unvorstellbar, aber wahr: Im Nordpazifik hat sich inzwischen ein schwimmender Kontinent aus Plastik gebildet, der so groß ist wie Mitteleuropa. Denn Plastik zersetzt sich auch im Wasser nur ganz langsam, weil es so haltbar ist.

Woher der ganze Müll kommt und was mit ihm genau im Ozean passiert, erfährt Jaques vom WWF-Meeresexperten Jochen Lamp. Schau' dir mal das Video vom Meeresmuseum Stralsund an:

 

Woher das ganze Plastik kommt und wie Plastik die Meerestiere bedroht, kannst du auf dieser Seite nachlesen.

Noch besser: Du kannst auch selber aktiv werden und etwas gegen die Plastikflut tun.

1. Beim Einkauf

• Vermeide Plastikverpackungen.

• Verzichte auf Plastiktüten. Je öfter du eine Einkaufstasche verwenden kannst, umso besser für die Umwelt. Am allerbesten sind Stofftasche oder Rucksack, die kannst du sehr oft benutzen.

• Kaufe Nachfüllpackungen von Produkten, die weniger Verpackung als das Original haben.

2. Zu Hause

• Gib alle Plastiksachen nach Gebrauch in die Recyclingtonne.Denn ein Großteil lässt sich durch technische Verfahren in Kunststoffbestandteile zerlegen und neu verwenden. Ein kleiner Rest kann allerdings nur verbrannt werden. Deshalb: Kaufe möglichst langlebige Dinge.

• Meide Körperpflege-Produkte, die Mikroplastik enthalten. Lies unter Inhaltsstoffen, ob Polyethylen (PE) drin ist. Wenn ja, ist vermutlich Mikroplastik drin. Hier kannst du nachsehen, in welchen Zahncremes, Duschgels und anderen Körperpflege-Sachen Mikroplastik enthalten ist.

3. Im Urlaub

• Nimm deine Spielsachen und deinen Müll vom Strand mit. Entsorge deinen Müll richtig, dann kann er auch nicht ins Meer gelangen. Wenn du ganz fleißig bist, kannst du auch den Plastikmüll anderer Leute einsammeln  so wie Uri.

4. In der Schule

• Frage deine Lehrer, ob ihr mit der Klasse etwas zum Thema Plastik machen könnt. Zum Beispiel eine Woche lang alle Plastiktüten und -verpackungen sammeln, die ihr oder eure Eltern benutzt habt. Probiert anschließend eine Woche lang, möglichst auf Plastik zu verzichten. Schaut mal, was ihr eingespart habt. Ihr werdet staunen!

• Startet in eurer Klasse eine große Mikroplastik-Suche: Jeder überprüft mit Hilfe der Produktliste vom BUND bei sich zu Hause, in welchen Zahncremes oder Duschgels Mikroplastik enthalten ist. Tragt die Ergebnisse in der Klasse zusammen und sprecht mit euren Eltern. Sie werden sicher überrascht sein!

Die wichtigsten Dinge über Plastikmüll im Meer erfährst du hier.