Besser als wegwerfen:

Müll wiederverwerten

Etwas herzustellen, kostet Rohstoffe und Energie. Dieses Etwas später wegzuwerfen, kostet ebenfalls Energie – nämlich dieses Etwas zu zerlegen oder auch zu verbrennen.

Dabei entstehen außerdem Treibhausgase, die nicht gut fürs Klima sind. Deshalb ist es besser, vor oder beim Einkaufen nachzudenken, was du genau brauchst. Und wie lange es hält: Manche Dinge sind billig, aber rasch kaputt.

So sieht's aus: Am besten ist es, wenn du Müll vermeiden kannst. Aber natürlich gehen manche Dinge einfach kaputt, und dann ist es gut, wenn man sie wiederverwerten kann – sie also in die Recyclingtonne oder in den Recyclingsack gibt. "Recycling" ist englisch und bedeutet "wieder verwenden". Ausgesprochen wird es "Riseikling".

Na gut, so manches wie etwa ein großer Kühlschrank passt in die Mülltonne nicht rein. Den muss man extra abholen lassen von der Müllabfuhr, die oft auch Entsorgungsbetrieb heißt. Auch Gegenstände, die Gift enthalten, wie ausgediente Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, kann man gesondert abholen lassen – oder zu speziellen Sammelstellen dieser Entsorgungsbetriebe bringen. Die werden oft auch Wertstoffhof genannt.

Recycelt euren Abfall

1. Bio-Abfälle wie Obst- und Gemüsereste kannst du auf den Komposthaufen tun oder in die Biotonne.

2. Auch Blechsachen gehören in die Recyclingtonne: Das Recyceln einer Aluminiumdose spart fast die gesamte Energie, die benötigt wird, um eine neue Dose herzustellen. Ein Kilogramm Aluminium zu recyceln spart außerdem 11 Kilogramm Kohlendioxid (CO2), das häufigste Treibhausgas.

3. Kaputte Elektrogeräte kannst du fast überall kostenlos bei Wertstoffhöfen abgeben.

4. Bringe euer Altglas zum Glascontainer. Bei 100 Kilogramm Altglas ersparst du der Erdatmosphäre rund 50 Kilogramm CO2.

5. Gebe Papier und Pappe in die Altpapiertonne. Dann kann es wiederverwertet werden. Bei 10 Kilogramm Altpapier vermeidest du außerdem 7 Kilogramm CO2 und hilfst damit dem Klima.

6. Recycle auch eure Kunststoffe und gebe sie in die Wiederverwertungstonne. Bei 100 Kilogramm Kunststoffen ersparst du der Atmosphäre 40 Kilogramm Kohlendioxid.

Also: Denk nach, was du kaufst. Und recycle, was geht.

Upcycling – als alt mach neu

Manche Dinge sind auch einfach zu schade zum Wegwerfen, weil man mit etwas Geschick selber zu Hause etwas völlig anderes aus ihnen machen kann.

Aus alten Dosen zum Beispiel Teelichthalter. Aus alten Gürteln coole Lederarmbänder. Aus Eierkartons Geschenkeboxen.

"Upcycling" nennt sich das, und immer mehr Menschen kommen da auf gute Ideen, aus Müll sich neue Dinge auszudenken.

Wie viel Fantasie hast du? Denk dir selber was aus, wie du aus weggeworfenne Dingen etwas Nuützliches oder Schönes zaubern kannst.