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Umwelttipps zu Weihnachten:

So wird es ein naturfreundliches Fest!

Feierst du mit deiner Familie das Weihnachtsfest? Dann habt dabei doch ein Auge auf die Natur! Achtet darauf, dass vom Baum bis zu den Geschenken alles möglichst umweltfreundlich ist.

Wir freuen uns auf Weihnachten! Auf ein Fest in der Familie mit einem geschmückten Baum und schön verpackten Geschenken. Damit dabei nicht die Natur zu kurz kommt, haben wir hier ein paar Tipps für ein umweltfreundliches Weihnachtsfest zusammerngestellt:

1 Der FSC-Weihnachtsbaum

Wenn Ihr euch einen Weihnachtsbaum holt, achtet darauf, dass er aus einer naturverträglichen Waldwirtschaft stammt, am besten aus einem FSC-Wald. FSC bedeutet: Diese Bäume wurden nicht extra mit viel Pestizide und Düngemitteln behandelt. Wo es FSC-Bäume gibt, erfahrt ihr beim Förster oder liest du hier. Mehr Infos zum FSC-Siegel findest du hier. Auch Bäume mit Bio-Siegel gibt es bereits.

Sprich mal mit deinen Eltern: Vielleicht gibt es auch in eurer Nähe einen Verkaufsstand für FSC-Bäume oder Bio-Bäume! Wenn nicht, dann achtet beim Kauf darauf, dass der Baum aus eurer Region stammt und nicht von weit her. Einige Weihnachtsbäume werden sogar aus dem Ausland angeliefert – solche Transporte belasten unser Klima ganz unnötig. Vielleicht könnt ihr euren Baum auch selber im Wald schlagen. Dort, wo der Förster es erlaubt.

2 Naturverträglicher Baumschmuck

© iStock-Getty-Images

Lametta, Engelshaar, Kunststoff-Kugeln? Schmuck aus Wegwerf-Metallstreifen, Plastik oder Acryl belastet die Umwelt gleicht doppelt: erst in der Herstellung und später in der Entsorgung.

Umweltfreundlicher kannst du den Weihnachtsbaum mit Figuren und Sternen aus Stroh, Ton oder Filz schmücken. Oder du machst ganz tolle Baumanhänger aus Salzteig. Viele Bastelanleitungen dazu findest du in Bastelbüchern oder im Internet.

Auch Naturdinge wie Tannenzapfen, Nüsse oder Zimtstangen sind eine tolle Sache. Zapfen und Walnüsse kannst du sogar bunt anmalen. Sie duften oder schmecken und ihre Reste lassen sich nach dem Fest ganz leicht im Kompost oder Biomüll entsorgen.

Schön sind auch Figuren aus Holz. Vielleicht habt ihr sogar selbstgemachte in eurer Familie?

Viele freuen sich, wenn sie an ihren Baum Sachen hängen können, die es schon sehr lange in der Familie gibt. Vielleicht sind sie sogar schon älter als du?

Dazu gehören nicht nur Holzfiguren, sondern auch bunte Kugeln oder Dinge aus Glas. Wenn sie nicht kaputt gehen, kannst du sie jedes Jahr wiederverwenden. So ein langlebiger Baumschmuck ist deshalb auch umweltfreundlich.

Glitzer- oder Schneespray allerdings muss nicht sein – das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern manchmal auch für die Gesundheit!

3 Weihnachtsplätzchen selber machen

Natürlich gehören leckere Plätzchen zur Weihnachtszeit. Am besten schmecken sie selbstgemacht: Denn dann bestimmst du, was reinkommt. Dabei kannst du auch die Umwelt schonen: Wenn ihr die Zutaten einkauft, achte möglichst auf Bio-Produkte aus ökologischer Landwirtschaft oder greift zu Produkten aus eurer Region. Das spart lange Transportwege. So werden für die Produkte weniger Treibhausgase in die Luft geblasen, das nützt auch unserem Klima.

Beim Kauf von Eiern achtet auf das Bio-Label oder die Ziffer 0. Da werden die Hühner mit Futter gefüttert, das überwiegend aus ökologischem Anbau stammt. Die Hennen haben Auslauf, Tageslicht in den Ställen und Hähne in ihren Gruppen. Mehr dazu erfährst du hier.

4 Langlebige Geschenke machen länger Freude

Geschenke sollten möglichst lange halten und nicht gleich kaputt gehen. Achte daher darauf, wenn du für deine Familie Geschenke aussuchst, dass es Dinge sind, die wertig und stabil sind. So etwas gibt es schon für wenig Geld oder lässt sich preiswert selber basteln – zum Beispiel Kerzenhalter, Windlichter, Perlensterne oder Weihnachtsgestecke.

Essbare Geschenke wie Weihnachtsplätzchen sind natürlich nicht besonders langlebig. Besonders, wenn sie gut schmecken! Trotzdem sind sie ein tolles Geschenk – genauso wie selbstgemachte Muffins oder Marmelade.

5 Schön und umweltfreundlich einpacken

Sind erst alle Geschenke ausgepackt, landet meist ein großer Berg Geschenkpapier im Müll. Dabei kann man hier gut Papier sparen, zum Beispiel, wenn man Geschenke in bunte Schals oder Stoffservietten einwickelt.

© iStock-Getty-Images

Auch in Zeitungspapier kannst du eine Menge einpacken.

Oder in einfaches braunes Packpapier, das gibt es auch als Recyclingpapier oder FSC-Papier.

Du kannst das Papier bunt bemalen, mit Zweigen, Blättern, Tannenzapfen, Gewürzsternen oder Strohsternen bekleben oder wie im Bild unten mit Kartoffeldruck verschönern (Anleitung in der Young Panda-Bastelkiste).

Das Tolle daran: Es macht viel Spaß und kostet wenig oder nichts.

Wer doch lieber Geschenkpapier kaufen möchte, sollte solches aus Recycling- oder FSC-Papier wählen.

Und nach Weihnachten? Da gehört das Papier natürlich in die Altpapier-Tonne, damit es wiederverwertet werden kann.

6 Umweltfreundliche Weihnachtsgrüße

Weihnachtskarten zum Verschicken und kleine Kärtchen für die Geschenke musst du nicht kaufen, die kannst du leicht selber machen. Besorge dir im Papierhandel fertige Postkarten-Vorlagen oder größere Kartons, die du selber zuschneidest. Achte darauf, dass sie aus Recyclingpapier oder FSC-Papier sind.

Und los geht's: Mit Tintenstiften, Wachsmalkreiden oder Buntstiften malst du deine Lieblingsbilder zu Weihnachten, vielleicht sogar ganze Serien. Und wie die großen Künstler kannst du deine Kunstwerke auch signieren, also deinen Namen eine eine Abkürzung unten klein ins Bild setzen. Solche Weihnachtskarten von dir werden nach Weihnachten ganz bestimmt nicht weggeworfen!