Nel hilft

den Nashörnern

Ich heiße Nel und bin 11 Jahre alt. Nel ist ein guter Name, nur sagen Erwachsene oft Nele zu mir oder sprechen ihn wie Nehl aus, das ist natürlich Quatsch, weil die Blume „Nelke“ schließlich auch nur mit einem „L“ geschrieben wird.

Vor zwei Wochen hatte ich Geburtstag und es fällt mir immer schwer, auf die Frage, was ich mir denn zum Geburtstag wünsche, eine vernünftige Antwort zu geben. Eigentlich brauche ich nämlich nichts Neues. Alles, was ich habe funktioniert entweder noch oder es ist kaputt und wird nicht mehr gebraucht.

So habe ich die Idee einer Sportskameradin meines Vaters übernommen. Das kam so:

Mein Vater hat meinen Bruder, der ist vier Jahre alt, und mich vor 2 Monaten mit zu einer „Kuchenschlacht“ genommen. Bei einer Kuchenschlacht spendet jemand ganz viel selbstgebackenen Kuchen für alle, die ihm lieb sind, in dem Fall war das eine Kollegin aus seinem Sportverein. Wie ich beim Kuchenessen erfuhr, sammelte die fleißige Kuchenspenderin im Gegenzug für die vielen leckeren Kuchen Geldspenden für hungernde Kinder in Afrika.

Natürlich habe ich viel Mitleid für Menschen, vor allem Kinder, die leiden, zum Beispiel an Hunger oder aus Mangel an medizinischer Versorgung oder so. Ich denke mir aber, das die Menschen an sich eine Bedrohung für die Tiere unserer Erde darstellen, deshalb wollte ich lieber eine Spendenaktion für bedrohte Tierarten durchführen.

Warum Nashörner?

Die Problematik ist dem WWF ja bekannt.

Wir in Deutschland sind zwar weit weg von den Nashörnern in Kenia und die allermeisten Deutschen sind auch ganz bestimmt nicht Schuld an der Ausrottung der Spitzmaulnashörner in Kenia. Aber wir Deutschen sind viel reicher als die Menschen in Kenia, von denen die allermeisten ganz bestimmt auch nicht an der Ausrottung der Nashörner schuld sind. Also sammle ich Spenden, damit der WWF das Geld für die Hilfe der Nashörner in Kenia bekommt. Ganz einfach - oder?

Es war einfach, Spenden zu sammeln und hat dazu auch noch Spaß gemacht. Der Sportverein meines Vaters hatte praktischerweise einen Familientag, an dem auch noch die Sonne schien und entsprechend viele Leute dort waren. Zufälligerweise hat mein vierjähriger Bruder auch noch ein T- Shirt mit einem Nashorn darauf, das trägt er zurzeit sehr oft. Der Familientag des Sportvereins war die erste Sammelaktion, danach rappelte unsere selbstgebastelte Spendendose schon ordentlich.

Die zweite Aktion war mein Geburtstag. Ich hatte mir gewünscht, daß jeder Gast Geld in die Spendendose werfen soll, aber alle haben noch kleine Dinge, zusätzlich geschenkt und diese kleinen Dinge haben mich sehr gefreut.

Die dritte Sammlung war beim Familientreff auf dem Zeltplatz in Monschau in der Eifel. Da fahren wir jedes Jahr hin. Ich habe da erzählt, warum ich für Nashörner Spenden sammle. Anschließend ging ich mit meinem Bruder herum und jeder warf etwas in die Spendendose. Ach ja, auf dem Weg nach Monschau haben wir noch Oma besucht, in deren Nachbarschaft haben wir noch gesammelt. Da waren zwei Nachbarn, die uns wohl nicht kannten, die waren unfreundlich und haben auch nichts gegeben. Alle anderen aber schon.

Als wir vom Zelten nach Hause kamen, haben wir noch bei unseren Nachbarn geklingelt, bei denen, die immer nett sind. Die haben auch alle was gespendet. Bei einer besonders netten Nachbarin wurden wir zu Kaltgetränken und Obst eingeladen und damit endete diese Sammelaktion. 

Jetzt überlege ich, wie und wofür ich als nächstes sammle ...

Alle Achtung, Nel, du hast dich ja mächtig für die Nashörner ins Zeug gelegt. Ganz herzlichen Dank für deine gleich drei Sammelaktionen!