copy; Walmir Piva / WWF
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Wozu ist Boden eigentlich gut?

1. Böden sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere!

In einer Handvoll Erde leben mehr Pflanzen und Tiere, als es Menschen auf der Welt gibt: Millionen winzig kleiner Bakterien, Pilze, Algen und Fadenwürmer, die du mit bloßem Auge nicht erkennen kannst. Außerdem viele tausend Milben, Springschwänze und Borstenwürmer und dann noch zahlreiche Kleintiere, die du sehen kannst, wenn du einmal genau hinschaust: Regenwürmer, Käfer, Hundertfüßer, Asseln, Schnecken und Spinnen. Keine Frage: In so einem Stückchen Boden ist eine Menge los!

2. Böden sind Wasserspeicher und reinigen Regenwasser!

Regenwasser versickert durch den Boden und wird im darunter liegenden Gestein als Grundwasser gespeichert. Böden können sogar manche Schadstoffe aus dem Regenwasser herausfiltern: Je mehr sie filtern, desto sauberer bleibt das Grundwasser – und das ist wichtig, denn ein großer Teil unseres Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen.

3. Böden ernähren uns und liefern wichtige Rohstoffe!

In der Erde wachsen Getreide, Kartoffeln und Gemüse, wichtige Nahrungsmittel für uns Menschen. Böden sind aber auch die Grundlage für das Wachstum von Tierfutterpflanzen wie Gras, Klee und Rüben sowie für Bäume und Sträucher, aus denen wir wichtige Rohstoffe wie Holz und Baumwolle gewinnen. Außerdem bringen Böden Ton, Torf, Sand und Kies hervor.

Warum müssen Böden geschützt werden und was tut der WWF dafür?

Dort wo Straßen, Häuser, ganze Siedlungen und Gewerbegebiete gebaut werden, muss der Erdboden dem Asphalt und Beton weichen. Dabei kann man guten und fruchtbaren Erdboden nicht künstlich herstellen und auch nicht einfach im Baumarkt kaufen. Er braucht oft hunderte Jahre zum wachsen.

Der WWF setzt sich dafür ein, dass weniger Böden betoniert und asphaltiert und deutlich weniger Schadstoffe in Böden gebracht werden. Er schützt Moore, Auen und Salzwiesen mit ihren ganz besonderen Naturböden vor allem in Norddeutschland – an der Elbe, am Schaalsee, an der Ostsee und im Wattenmeer. Genau dort, wo auch einige unserer Young Panda-Camps stattfinden!

Zum Beispiel Moore: In der Vergangenheit wurden sie als „lebensfeindliche“ Gebiete entwässert, landwirtschaftlich genutzt oder als Torf abgebaut. Heute bemüht sich der WWF mit Erfolg die letzten Moore zu retten, zu renaturieren und seltenen Arten wie dem Kranich oder dem Sonnentau
wieder einen Lebensraum zu bieten.