Young Panda
Erdboden kann ganz unterschiedlich aussehen: Er ist schwarz, grau, oder braun, krümelig und locker oder lehmig und zäh. Erde klebt an deiner Kleidung, wenn du draußen gespielt hast, und deine Mutter schimpft wahrscheinlich, wenn du sie unter den Schuhen mit ins Haus trägst.
Aber trotzdem ist Erde nicht bloß Dreck, den keiner braucht. Der Boden unter unseren Füßen ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Warum? Das erfährst du in unserem Thema des Monats Februar.
Der Boden ist die oberste Schicht unserer Erdkruste. Er ist an manchen Stellen viele Meter dick, an anderen nur wenige Zentimeter dünn – aber ganz ohne ihn gäbe es keine höheren Pflanzen und Tiere und vermutlich auch keine Menschen auf der Welt.
Boden ist nicht gleich Boden! Nein, es gibt viele verschiedene Böden auf der Erde. Experten unterscheiden allein 28 verschiedene Hauptboden-Arten: Vom Rohboden, der viel lockeres Gestein enthält, bis zum Hochmoor, einem Boden aus abgestorbenen Pflanzenresten, der klebrig und zäh erscheint.
Boden ist auch nicht einfach da – er braucht oft mehrere hundert Jahre, um zu wachsen und fruchtbar zu werden: Zuerst mischen sich verwittertes Gestein, reichlich Wasser und Luft. Einfache Pflanzen wachsen, sterben ab und was von ihnen übrig bleibt, gelangt als Nährstoffe in den Boden. Dann siedeln sich größere Pflanzen an. Ihre kräftigen und langen Wurzeln lockern und durchlüften den Boden, ihre Blätter schützen ihn vor Austrocknung durch die Sonne.
Aber das wichtigste fehlt noch: der Humus. Der geheimnisvolle Stoff, der einen Boden überhaupt erst fruchtbar macht. Ohne Humus gäbe es kein Getreide, kein Gemüse, kein Obst.
Viele kleine Bodenbewohner wie Asseln, Tausendfüßler und Regenwürmer sorgen für Bewegung im Boden: Sie krabbeln und kriechen und lockern so die Erde auf. Außerdem fressen und verdauen sie Pflanzenteile oder die Überreste von verstorbenen Tieren und scheiden alles in kleinen Krümeln wieder aus. Diese Häufchen der Regenwürmer und der anderen „Bodenfresswühler“ werden
wiederum von klitzekleinen Tierchen – so genannten Mikroben – verspeist. Zusammen mit ihren Ausscheidungen gelangen wichtige Lebensbausteine wie zum Beispiel Stickstoff, Kohlenstoff, Kalium oder Phosphor in den Boden. Diese und andere Nährstoffe bilden den Humus – den Rohstoff, den fast alle Pflanzen zum Wachsen brauchen. Er ist schwarz, lockerkrümelig und duftet angenehm!
Titel: Boden
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