Amur-Region

Unser Thema des Monats ist diesmal etwas ganz besonderes. Wir stellen Euch nämlich gleich zwei sehr seltene Tiere vor. Denn in der Amur-Region leben sowohl der Amur-Tiger wie auch der Amur-Leopard. Diese beiden Raubkatzen haben einiges gemeinsam: Sie sind majestätisch, wunderschön und leider stark vom Aussterben bedroht. Mehr über die anmutigen Großkatzen und wie sie es schaffen den eisigen Winter zu überstehen erfahrt Ihr in unserem Thema des Monats „Amur-Region“.

© V. Solkin / WWF

Amurleopard

Der Amurleopard gehört zur Ordnung der Raubtiere und dort in die Familie der echten Katzen mit der Unterfamilie Großkatzen. Vom Leoparden gibt es 27 Unterarten, die bedrohteste ist der Amurleopard.

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© V. Filonov / WWF

Amur-Tiger

das Fell des Sibirischen Tigers hat eine helle, weiße Grundfärbung vor allem an den Innenseiten der Beine. Er hat eine ausgedehnte weiße Fläche um die Augen. Außerdem ist sein Fell besonders dick.

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Die Region

Der Amur ist ein 2.824 Kilometer langer Fluss und durchfließt größtenteils noch unberührte Laub- und Nadelwälder Ostrusslands. Das Besondere an den Wäldern: Dort leben Tier- und Pflanzenarten aus der Arktis, den Tropen und aus unseren gemäßigten Klimazonen nebeneinander. Zum Beispiel die letzten Amur-Tiger und Amur-Leoparden, aber noch viele andere seltene Arten wie der Riesenseeadler, der Mandschurenkranich, der Kragenbär oder das Moschustier.

Die Amur-Region hat außerdem ein paar Artenrekorde zu bieten - dort leben:

  • 4.146 Arten höherer Pflanzen - 800 davon gibt es nirgendwo anders auf der Welt (das nennt man endemisch)
  • über 400 Fischarten
  • 500 Vogelarten und
  • 27.000 Insektenarten

Was macht der Tiger im Winter?

In der Amur-Region ist es jetzt im Winter oft noch kälter als in Eurem Gefrierschrank. Denn die Temperaturen können dort oft bis auf minus 40 Grad Celsius absinken. Das ist so kalt wie in der Antarktis. Da gefriert so manchem Schüler auf dem Weg zur Schule schon mal die Tinte im Füller!

Deshalb hat der Amur-Tiger eine dicke Fettschicht und trägt ein dichtes Winterfell mit bis zu elf Zentimeter langen Haaren. Nur die Füße können ihm Probleme bereiten: Zwischen seinen Fußzehen bilden sich nach jedem Schritt leicht Eisklumpen, die an den Haaren hängen bleiben, dann reiben und die Haut blutig aufschürfen (passiert übrigens auch Hunden bei uns im Winter!).

Deshalb läuft der Amur-Tiger am liebsten immer auf denselben Pfaden entlang, wo der Schnee bereits fest getrampelt ist. Bis zu 20 Kilometer am Tag ist er so auf der Suche nach Futter unterwegs, ganz selten sogar bis zu 100 Kilometer. Das ist nicht so ungewöhnlich, denn das Revier eines Tigers kann mehr als 1.000 Quadratkilometer groß sein.

Er sucht vor allem Hirsche und Wildschweine, an die er sich auf leisen Sohlen bis auf etwa zehn Meter geduckt anschleicht, um sich dann mit wenigen gewaltigen Sprüngen auf sie zu stürzen. Ausgehungert kann ein Amur-Tiger bei einer Mahlzeit durchaus 25 Kilogramm Fleisch verschlingen. Rund neun Kilogramm braucht er jeden Tag im Durchschnitt. Das heißt: Er kann auch mal ein, zwei Tage ohne Jagderfolg überleben. Übrigens: Den Rest seiner Beute versteckt der Amur-Tiger, so dass er noch bis zu einer Woche davon fressen kann.

Die Tigerpfade sind für Naturschützer ideal, um die Raubkatzen zu zählen. Leider nutzen aber auch Wilderer diese Spuren, um den Amur-Tigern

aufzulauern und sie zu töten. Deshalb sind die Tigerschützer des WWF besonders im Winter unterwegs, um die größten Raubkatzen der Erde zu schützen.