
- Atomkraftwerk © WWF-Canon / Michel Gunther
Das Klima ABC
A bis E
A
Atomkraftwerk: In einem AKW wird die Atomenergie genutzt: Bei der Spaltung einiger Schwermetalle, wie z. B. Plutonium und Uran, wird eine riesige Energiemenge frei, die in Strom umgewandelt werden kann. Leider ist die dabei entstehende radioaktive Strahlung sehr gefährlich. Radioaktive Strahlung kann man am besten mit winzigen Geschossen vergleichen, die man aber weder sehen, noch riechen, noch schmecken kann. Atomkraftwerke verursachen zwar nur geringe Mengen an CO2, aber da sie so gefährlich sind und ihr Bau sehr teuer und aufwändig ist, können sie nur wenig zum Klimaschutz beitragen.
Atommüll: In jedem AKW, in der verbrauchte Brennstäbe wiederaufgearbeitet werden, entsteht radioaktiv strahlender Müll. Manche der im Atommüll enthaltenen Stoffe sind sogar nach Millionen Jahren noch hoch giftig. Deshalb muss der Atommüll völlig von der Umwelt und allen Lebewesen abgeschirmt werden. Aber es gibt bis heute noch kein sicheres Endlager. Auch die Transporte der Atommüllbehälter (Castoren) sind sehr gefährlich und müssen unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.
B
Biomasse: Als Biomasse bezeichnet man alle Pflanzen und Tiere und die von ihnen produzierten Stoffe. Zur Biomasse gehören z. B. das Pferd und die Pferdeäpfel, der Baum und die Rinde. Zur Energiegewinnung werden nur getrocknete Pflanzen verbrannt, wie z. B. Holzabfälle. Auch können tierische und pflanzliche Rückstände in einem speziellen Verfahren in Biogas umgewandelt werden (z. B. Gülle und Mist). Weil der Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung der Atmosphäre CO2 entzieht, entstehen bei der Verbrennung keine zusätzlichen Treibhausgase.
Biogas (Faulgase): entsteht beim Faulen pflanzlicher oder tierischer Rückstände. Biogas kann zur Energiegewinnung verbrannt werden.
C
CO2: Das ist die chemische Formel für das Gas Kohlendioxid. Das ist ein farbloses, unbrennbares Gas und ein natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre. Wir Menschen produzieren mit unserer Industrie und unserem Verkehr jedoch sehr viel CO2. Seit dem 18. Jahrhundert ist dadurch ein Drittel mehr CO2 in der Atmosphäre, ein Hauptgrund für den Treibhauseffekt. Immer wenn Kohle, Benzin oder Heizöl verbrannt wird, aber auch bei der Brandrodung von Wäldern entsteht dieses Gas.
D
Dürre: Von Dürre spricht man, wenn es über einen längeren Zeitraum nicht (oder nur ganz wenig) regnet und dadurch das Wasser knapp wird. Durch den Klimawandel gibt es mehr extreme Wetterlagen (siehe Wetterextreme), wie zum Beispiel Dürren. Vor allem rund um das Mittelmeer, wo jetzt schon das Wasser knapp ist, wird der Klimawandel zu mehr Dürren führen.
E
Erdatmosphäre: Die Erdatmosphäre wirkt wie das Dach eines Treibhauses. Und das ist gut so. Denn nur deshalb können wir auf der Erde leben. Ohne unser Treibhaus wäre die Erde viel zu kalt (minus 18 Grad Celsius) und ein Leben wäre nicht möglich.
Emissionen: Als Emission wird etwas bezeichnet, wenn es an die Umwelt abgegeben wird. Z. B: Rauch, Gase (z.B. CO2), Staub, Abwasser, Gerüche, …
Energiesparlampe: Eine Lampe, die aufgrund anderer Bauweise und Technik viel weniger Strom verbraucht und eine längere Lebensdauer hat als eine herkömmliche Glühbirne. (Und dadurch auch noch preisgünstiger ist!)
Erdgas: Erdgas entstand im Laufe der Erdgeschichte zusammen mit Erdöl. Denn Erdöl besteht aus verrotteten und zersetzten Kleinstlebewesen. Die in Jahrmillionen bei dieser Zersetzung entstandenen Gase (Erdgas) können wir heute als Energieträger nutzen. Erdgas, das zu 85 Prozent aus Methan besteht, verbrennt im Vergleich zu Öl und Kohle schadstoffarm und es wird auch nicht so viel CO2 freigesetzt.
Erdöl: Erdöl entstand durch Ablagerung von Kleinstlebewesen auf Meeres- und Seeböden. Diese Kleinstlebewesen verrotteten und wurden im Laufe von Jahrmillionen durch Bakterien zersetzt. Bei der Verbrennung von Erdöl entstehen große Mengen an CO2 – das Gas, das am meisten zum Klimawandel beiträgt. Von Erdöl und Erdgas existieren nur begrenzte Vorräte auf unserem Planeten. Auch deshalb müssen wir so schnell wie möglich mehr erneuerbare Energien einsetzen.
Erneuerbare Energie: Sind Energieträger, die sich durch natürliche Kreisläufe ständig erneuern. Z. B. Sonne, Wind, Biomasse, Wasser. Bei der Nutzung erneuerbarer Energien entstehen nur sehr geringe Mengen an Treibhausgasen wie CO2. Sie sind daher die klimafreundlichste Form der Energieerzeugung.


