Kreideküste auf Rügen© WWF-Canon / Fritz Poelking
Kreideküste auf Rügen © WWF-Canon / Fritz Poelking

Das kleine Ostsee-Lexikon

Die Ostsee ist ein beliebtes Ziel für die Sommerferien. Wir stellen Sie Dir vor mit unserem kleinen Lexikon!

Besondere Tierarten: Ringelrobbe, Kegelrobbe, Seehund, Schweinswal, Dorsch, Hering, Sprotte, Zander, Schnäpel, Barsch, Seeadler, Eisente, Seeschwalben. Aber die lustigsten Namen haben Gryllteist und Tordalk – findet Paddy. Es sind übrigens Vögel. 

Bodden: Ein vom offenen Meer durch Landzungen abgetrenntes Küstengewässer. 

Ganz schön groß: Mit 404.345 Quadratkilometern ist die Ostsee um ein Zehntel größer als Deutschland. Sie enthält im Durchschnitt 21.600 Kubikkilometer Wasser. Zum Vergleich: Der Bodensee hat gerade mal 48 Kubikkilometer.

Hafenkühlschrank: Weil die Ostsee nur wenig salzig ist, vereist die Ostsee jeden Winter teilweise, hin und wieder sogar vollständig (denn je süßer das Wasser, desto schneller gefriert es, wenn das Thermometer unter null Grad sinkt). Dadurch wirkt sie nach harten Wintern als Kältespeicher. Hafenstädte wie Oulu in Finnland zählen bis zu sechs vereiste Monate pro Jahr.

Haff: Küstengewässer, das durch eine Nehrung oder durch Inseln vom Hauptteil des Meeres getrennt ist.

Förde oder Fjord: Schmale lange Meeresbucht, ehemaliges Gletschertal.

Nehrung: Schmaler, meist sandiger Landstreifen, der einen flacheren Teil des Meeres vom offenen Wasser abtrennt.

Nicht so tief: im Durchschnitt ist die Ostsee 53 Meter tief, (Nordsee: 94 Meter) maximal sind es 459 Meter zwischen Schweden und der Insel Gotland.

Ozeanbaby: Die Ostsee ist das jüngste Meer der Welt, denn sie ist „erst“ vor knapp 12.000 Jahren entstanden. Andere Meere sind Millionen Jahre alt.

Schären: Labyrinth aus zahllosen, eiszeitlich gerundeten Felseninseln vor der skandinavischen Ostseeküste im Norden. 

Süßes Meer: Das Wasser in der Ostsee kommt nicht nur aus der Nordsee, sondern vor allem aus mehr als 200 Flüssen – naja, und aus Regenwolken. Deshalb schmeckt die Ostsee von West nach Ost immer süßer: Während der Salzgehalt im Kattegat am Übergang zur Nordsee noch bei rund drei Prozent liegt (Nordsee: 3,5 Prozent), sinkt er in der Kieler Förde auf 1,5 Prozent und im Finnischen Meerbusen im Osten sogar auf 0,1 Prozent – was fast schon Süßwasser ist.  

Wasserwanderung: Ein Liter Salzwasser, der von der Nordsee in die Ostsee fließt, braucht 25 bis 35 Jahre, bis er wieder zurück gelangt. In der Nordsee sind es vier Jahre, bis ein Liter Wasser wieder im offenen Atlantik ist.