© WWF / Martin Harvey
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Schimpanse

Man unterscheidet vier Schimpansen-Unterarten.

  • Der Westafrikanische Schimpanse (Pan troglodytes verus) kam ursprünglich in 13 afrikanischen Ländern vor. Heute gibt es nur noch etwa 12.000 dieser Schimpansen in sechs Ländern. Die meisten leben in Guinea und der Elfenbeinküste.
  • Ungefähr 80.000 Zentralafrikanische Schimpansen (Pan troglodytes troglodytes) kommen von Nigeria und Kamerun im Norden bis Angola im Süden Afrikas vor.
  • Etwa 13.000 Ostafrikanische Schimpansen (Pan troglodytes schweinfurthii) leben vom Zaire-Fluss im zentralen Kongobecken bis zu den Virunga-Bergen in Ostafrika.
  • Die Nigeria- Schimpansen (Pan troglodytes vellerosus) sind in Ostnigeria und Westkamerun zu Hause. Es gibt etwa 4.000 bis 7.000 dieser Tiere.

    Körper
    Die Schimpansen-Männchen werden durchschnittlich bis 1,20 Meter groß und 43 Kilogramm schwer. Die Weibchen sind nur ein bisschen kleiner und leichter. Sie werden durchschnittlich 1,13 Meter groß und wiegen etwa 32 Kilogramm.

    Lebensweise
    Die Schimpansen leben auf Bäumen und auf dem Boden. In den immergrünen Regenwäldern bauen sie Nester für den Tag und welche für die Nacht. Sie durchstreifen auch offene Savannen, also Graslandschaften mit nur wenigen Bäumen. Hauptsächlich fressen sie Früchte und Nüsse, manchmal ernähren sie sich aber auch von Blättern und Kräutern. In seltenen Fällen fressen sie andere Tiere wie Ameisen, Käfer und kleine Säugetiere. Im Gegensatz zu den Gorillas und Orang-Utans leben Schimpansen in großen Gruppen von 20 bis 100 Tieren. Innerhalb dieser Gruppen schließen sich meistens drei bis zehn Schimpansen zu kleinen Untergruppen zusammen. Sie benutzen Knochen, Steine und Stöcke als Werkzeuge. Beispielsweise verwenden sie Steine, um Nüsse zu knacken. Die Schimpansenkinder lernen diese Dinge von ihren Müttern. Schimpansen jagen gemeinsam, und die Männchen führen sogar Kriege gegeneinander. Manchmal töten sie dabei feindliche Schimpansen.

    Alter
    In der Wildnis werden Schimpansen höchstens 40 Jahre alt.

    Kinder
    Die Schimpansen-Weibchen bekommen alle vier bis sechs Jahre ein Baby, nach einer Schwangerschaft von 32 bis 33 Wochen.

    Bedrohung
    Wie der Gorilla verlieren die Schimpansen ihren Lebensraum, weil die Menschen zu viele Bäume des Regenwaldes fällen. Wilderer töten viele Schimpansen, um deren Fleisch zu verkaufen. Außerdem werden Schimpansen-Kinder oft lebendig gefangen und in den Städten als Haustiere gehalten.

    Was tut der WWF?
    Der WWF setzt sich für den Schutz der letzten großen Regenwälder West- und Zentralafrikas ein, um dadurch die Lebensräume vieler Tiere und damit auch der Schimpansen zu erhalten. Außerdem werden die Schimpansen durch Wildhüter geschützt. Außerdem fördert der WWF den naturverträglichen Tourismus, damit die Bevölkerung Geld verdienen kann, ohne wilde Tiere zu jagen oder den Regenwald abholzen zu müssen. Denn das tun viele Menschen in Afrika aus schierer Not.