
- © Frédy Mercay / WWF
Schmetterlinge – faszinierende Verwandlungskünstler!
Sie sind ganz leicht – fast schwerelos – und schillern in den buntesten Farben: Kein Wunder also, dass Schmetterlinge bei uns Menschen so beliebt sind. Aber wusstest du, dass die wunderschönen Falter wahre „Verwandlungskünstler“ sind? Warum man sie so nennt, erfährst du im aktuellen „Tier des Monats“ Schmetterlinge:
Von der Raupe zur Puppe zum Falter!
Schmetterlinge legen Eier, aus denen zunächst kleine Raupen schlüpfen. Nach einigen Wochen „verpuppen“ sie sich – so nennt man es, wenn sich die Raupen in eine Art Schale zurückziehen, in der sie sich Stück für Stück in einen Schmetterling verwandeln. Als „Puppe“ bezeichnet man dabei die unbewegliche Schmetterlingslarve mitsamt ihrer bräunlichen Schutzhülle. Der fertige Falter sprengt seine Hülle auf und verlässt die „Umkleidekabine“, um sein „Flügelkleid“ zu entfalten. Die Verwandlung ist perfekt: Aus einem kleinen Kriecher ist ein stattlicher Schmetterling geworden.

- © Kevin Schafer / WWF-Canon
Kunterbunte Flugprofis
Wenn du genau hinschaust, kannst du es erkennen: Manche Schmetterlinge flattern, andere schwirren. Du fragst dich, was dabei der Unterschied ist? Ganz einfach:
Beim Flatterflug bewegen die Falter ihre Flügel nicht ganz so schnell auf und ab. Der große Kohlweißling, den du im Sommer bei uns in Deutschland sehr häufig sehen kannst, ist so ein Flatterflieger: Mit nur wenigen Flügelschlägen legt er innerhalb von einer Sekunde bis zu zwei Meter zurück. Das ist schon beachtlich für so einen kleinen Schmetterling. Fast alle Tag- und zahlreiche Nachtfalter gehören zu den Flatterfliegern, die man an ihren breiten Vorder- und Hinterflügeln erkennt.
Die besten Flieger unter den Schmetterlingen praktizieren allerdings den Schwirrflug. Diese Falter schlagen ihre Flügel so schnell, dass man sie gar nicht mehr erkennen kann und stattdessen ein ganz leises Brummen wahrnimmt. Mit dieser Flugtechnik sind sie zügig unterwegs: Einige Arten können bis zu 60 km in der Stunde zurücklegen – das ist so schnell, dass wir sie mit dem Fahrrad auf keinen Fall einholen könnten. Einen Schwirrflieger erkennst du an seinen schmalen Vorder- und seinen verkleinerten Hinterflügeln.
Und die schwirrenden Schmetterlinge haben noch ein besonderes Talent: Sie können in der Luft stehenbleiben. Das ist besonders praktisch, wenn sie an solchen Blüten naschen möchten, die nicht genug Platz zum Landen bieten. Dann schwirren sie einfach vor der Blume auf der Stelle und tauchen ihren langen Saugrüssel tief in den Blütenkelch, wo sich der leckere Blütensaft gesammelt hat.
Schmetterlinge in der Uckermark
Im Naturpark Uckermärkische Seen sind noch außergewöhnlich viele Falter heimisch: Hier können allein 670 unterschiedliche Großschmetterlingsarten gezählt werden. Allerdings stehen zwei Drittel von ihnen auf der Roten Liste der bedrohten Arten des Bundeslandes Brandenburg.
Hier hilft der WWF, indem er z.B. Feuchtwiesen und wilde Hecken – die Lebensräume der Schmetterlinge – erhält, Feldgehölze pflanzt und neue Obstalleen anlegt, die Schmetterlingen eine Heimat sind.

- © Frank Parhitzgar / WWF-Canada


